Hochhauser: Die WKÖ ist zukunftsfit

Hohe Mitgliederakzeptanz der WKÖ-Themen - elektronische Rechnungslegung soll bis zu 700 Mio. Euro an Einsparungen bringen

Wien (PWK443) - Einen prall gefüllten Leistungskatalog präsentierte heute, Donnerstag, die Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich, Anna-Maria Hochhauser, in ihrer Rede vor dem Wirtschaftsparlament. Die WKÖ zeige sich 2006, an ihrem 60. Jahrestag, jung, dynamisch und leistungsfähig. Im Sinne einer modernen Unternehmensführung seien strategische Planung und strategisches Controlling ein Muss. Die WKÖ überprüfe daher seit 3 Jahren regelmäßig ihre Zielsetzungen.

Als Beispiel nannte Hochhauser, dass gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Steigerung der Akzeptanz für das WKÖ-Themenportfolio (die 10 wichtigsten Themen in der Interessenvertretung) feststellbar sei:
Insgesamt 84 Prozent der Mitglieder halten das interessenpolitische Engagement der WKÖ für wichtig bzw. sehr wichtig. 95 Prozent der Mitglieder betonen eine hohe Akzeptanz des Themas "steuerliche Entlastung". Bei einem weiteren Ziel der WKÖ, die Bedeutung des Unternehmertums zu fördern, haben 88 Prozent ein positives Bild von der Bedeutung der Unternehmer für Österreich. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das eine Steigerung von 5 Prozent.

Einen Schwerpunkt legt die WKÖ auch darin, technologische Trends und Entwicklungen rechtzeitig zu erkennen und für die Mitglieder zielgruppengerecht aufzubereiten. Die WKÖ-Generalin nannte etwa den elektronischen Geschäftsverkehr, dem man frühzeitig Rechnung getragen habe. Das E-Center koordiniert diesen Themenbereich quer über alle Branchen und der E-Day am 1. März hat sich zu einem Treffpunkt für an Informations- und Kommunikationstechnologien interessierten Unternehmern entwickelt. Mit den Telefit-Roadshows, die bereits zum 9. Mal abgewickelt wurden, hat man seit 1997 knapp 27.000 Besucher erreicht.

Ein Thema der nächsten Zeit sei die elektronische Rechnungslegung, von der sich Hochhauser ein Einsparungspotential von 500 bis 700 Mio. Euro pro Jahr etwa durch den Entfall von Portos und schnellere Prozesse erwartet. "Aus unserer Sicht müssen wir sowohl auf nationaler Ebene die rechtlichen Rahmenbedingungen z.B. beim Vorsteuerabzug noch nachjustieren und auch noch europaweit gültige rechtliche und technische Standards für den Bereich E-Business erreichen", so die WKÖ-Generalsekretärin.

In Hinblick auf die Umstrukturierung der Fachorganisationen sei gestern mit dem einstimmigen Beschluss der Kriterien im Erweiterten Präsidium zur Errichtung von Fachorganisationen eine "wichtige Etappe" abgeschlossen worden. Sobald die tatsächliche Strukturen und deren Auswirkungen beurteilbar seien, werde auch die Arbeitsgruppe Finanzen ihre Arbeit aufnehmen. Aber nicht nur strukturell stehe die WKÖ vor Neuerungen, sondern auch das WKÖ-Gebäude selbst stehe vor einem Umbau. Neben Sanierungsmaßnahmen wolle man den kundenorientierten Anforderungen Rechnung tragen.

Nicht unerwähnt lassen wollte Hochhauser, dass mit Ende 2005 ein wichtiges Kapitel im Zusammenhang mit der Restitution jüdischen Eigentums abgeschlossen werden konnte. Nach offizieller Rechtssicherheit wurden am 22.12.2005 insgesamt 25 Mio. US-$ dem Entschädigungsfonds überwiesen. Dieser Beitrag umfasst Leistungen der WKÖ, der Landeskammern, der Fachverbände der Sparte Industrie und der Kammer der freien Berufe. (us)

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