Rasinger: Apothekensystem soll nicht EU-Wettbewerb geopfert werden

Apothekensystem in Österreich garantiert kompetente Beratung und flächendeckende Versorgung

Wien, 29. Juni 2006 (ÖVP-PK) "Österreichische Apotheken sichern die bestmögliche und flächendeckende Versorgung", stellte ÖVP-Gesundheitssprecher Abg.z.NR Dr. Erwin Rasinger heute, Donnerstag, fest. Im österreichischen Gesundheitswesen haben die öffentlichen Apotheken eine besonders wichtige Stellung - "sie garantieren die ordnungsgemäße und sichere Arzneimittelversorgung der Bevölkerung", so Rasinger. Die österreichischen Apotheken sorgen für eine bestmögliche Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln -"sicher, rasch, flächendeckend und zu jeder Tages- und Nachtzeit", betonte der ÖVP-Gesundheitssprecher. ****

Zur Erreichung dieser Vorgaben müssen öffentliche Apotheken zahlreiche Verpflichtungen erfüllen: Für öffentliche Apotheken besteht eine Betriebspflicht, d.h. der Betrieb einer Apotheke ist ununterbrochen aufrecht zu erhalten. Weiters besteht die Pflicht
zur Leistung von Bereitschaftsdiensten außerhalb der normalen Betriebszeiten. Jede Apotheke hat ständig einen zur ordnungsgemäßen Versorgung der Bevölkerung notwendigen Arzneimittelvorrat bereitzuhalten. Pharmazeutische Fachkräfte, die sich laufend fortbilden müssen, übernehmen die besonders wichtige persönliche Beratung und Information der Kunden. Sie prüfen Arzneimittel vor ihrer Abgabe auf ihre Identität und melden Arzneimittelzwischen-fälle an das Gesundheitsministerium. In der Drogenersatztherapie für Suchtkranke nehmen die Apotheker eine wichtige Aufgabe im Interesse der öffentlichen Gesundheit wahr. "Apotheken in Österreich garantieren daher mit ihrem umfassenden Angebot für eine hochqualitative Versorgung der Österreicher und Österreicherinnen", so Rasinger weiter.

Organisation und Ausgestaltung des österreichischen Apothekenwesens liegt in der ausschließlichen Verantwortung des österreichischen Gesetzgebers. Dem Subsidiaritätsprinzip folgend, belässt Artikel 152 EGV die primäre Zuständigkeit für die Regelung und Organisation der Gesundheitsfürsorge bei den Mitgliedstaaten. Das österreichische Apothekensystem funktioniert. Genau deshalb müsse "insbesondere die geographische Verteilung der Apotheken und das Abgabemonopol für Arzneimittel weiterhin unter die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten fallen", so der ÖVP-Gesundheitssprecher, und abschließend: "Das österreichische Apothekensystem darf daher nicht dem EU-Wettbewerb geopfert
werden."

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