GPA startet Befragung zu Burn-out im Gesundheits- und Sozialbereich

Interessengemeinschaft work@social entwickelt neues Maßnahmenpaket für Beschäftigte

Wien (GPA/ÖGB) - "Wir wollen mit einer Internet-Befragung herausfinden, wie Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialbereich ihre Arbeitssituation und ihr Arbeitsumfeld beurteilen", sagt DSA Selma Schacht von der Interessengemeinschaft work@social. "Alle Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialwesen sind eingeladen, sich an der Befragung zu beteiligen!" Im Gesundheits - und Sozialbereich arbeiten über 300.000 Menschen.++++

Die GPA-Interessengemeinschaft work@social startet auf ihrer Internetseite www.interesse.at eine Online-Befragung zum Burn-out-Syndrom. Die Resultate dieser Befragung werden in einer Studie zusammengefasst, die gemeinsam mit dem Kooperationspartner Business Doctors durchgeführt wird. Die Interessengemeinschaft work@social wird daraus ein konkretes Maßnahmenpaket entwickeln: So sollen die Ergebnisse der Studie als Grundlage für Kollektivvertragsverhandlungen dienen und für weitere Angebote an Mitglieder und BetriebsrätInnen zur Vorbeugung und Verbesserung ihrer Situation. Regionale Veranstaltungen im Herbst und ein Newsletter runden das Angebot ab.

Das Burn-out-Syndrom beschreibt einen tief greifenden Erschöpfungszustand, der sowohl den Körper als auch die Psyche betrifft. Der oder die Betroffene verliert sein oder ihr körperlich-seelisch-geistiges Gleichgewicht. "Burn-out ist ein Zustand, der häufig bei Beschäftigten eintritt, die überwiegend mit anderen Menschen arbeiten", sagt DAS Selma Schacht, "In unserer Beziehung mit PatientInnen und KlientInnen arbeiten wir oft bis zur emotionalen Erschöpfung."

Der Weg zum ‚Ausgebrannt-sein’ ist oft lange, und die vielen Anzeichen dazu werden gerne von sich selbst und von KollegInnen und FreundInnen übersehen. Das Zugeben der eigenen Schwäche und der Ruf nach Hilfe fallen schwer. Burn-out ist nicht nur ein Phänomen am Arbeitsplatz, sondern hängt auch mit dem sozialen Umfeld und mit zusätzlichen privaten Belastungen wie z.B. unzureichende Kinderbetreuung oder Doppelbelastung zusammen. "Wir wollen erreichen, dass die Arbeits- und Lebensverhältnisse der KollegInnen verbessert werden - gute Arbeit braucht gute Bedingungen", so DSA Selma Schacht abschließend.

In der GPA-Interessengemeinschaft work@social treffen Menschen zusammen, die in der Alten-, Behinderten- oder Krankenpflege und in der Kinder- und Jugendwohlfahrt arbeiten oder SozialarbeiterInnen und PsychologInnen sind. work@social bietet Zusatzservice, Kompetenz und Vernetzung für Menschen in sozialen Berufen.

ÖGB, 29. Juni 2006 Nr. 460

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