VP-Gerstl: Citymaut keine Lösung für Wien

Überregionales Verkehrskonzept gefordert

Wien (VP-Klub) - "Den Grünen scheint es nicht zu genügen, dass Autofahrer in Wien ohnedies viel Geld für das Parken ausgeben müssen - sie scheinen sie zusätzlich unbedingt mit einer Citymaut belasten zu wollen", kritisiert der Verkehrssprecher der ÖVP Wien, LAbg. Wolfgang Gerstl, nach heutigen Aussagen des Grünen-Umweltsprechers Maresch. Im Gegensatz zu vor den Wahlen, als die Wiener Grünen-Chefin Vassilakou die Citymaut noch als "unsoziale Maßnahme" bezeichnete, scheint das Chamäleon Wiener Grüne die Citymaut nun wieder als unbedingt nötig zu empfinden.

Die Citymaut wäre nicht nur eine weitere Schikane an den Autofahrern, sondern hätte auch verheerende Auswirkungen auf die Nahversorgung der Innenstadtbezirke, da viele in die Einkaufszentren am Stadtrand abwandern würden. "Das System der Citymaut ist nicht einfach auf alle europäischen Städte anwendbar, Wien hat schließlich eine andere Struktur als London. Zusätzlich würde ein Verdrängungseffekt in die von der Citymaut nicht betroffenen Gebiete Wiens entstehen, was eine zusätzliche Belastung zu der ohnehin schwierigen Parksituation darstellen würde", betont Gerstl. Als wirklich sinnvolle Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation in Wien bezeichnete der VP-Verkehrssprecher die Errichtung von Park&Ride-Anlagen am Stadtrand und damit verbunden den raschen Ausbau der Öffentlichen Verkehrsmittel, insbesondere der U-Bahn. "Verkehrsmaßnahmen dürfen nicht punktuell und als reine Geldbeschaffungsmaßnahmen erfolgen, so löst man keine Probleme. Wirklich Sinn macht nur ein gut durchdachtes und überregionales Verkehrskonzept für Wien und sein Umland, wie es schon lange dringend nötig wäre", so Gerstl abschließend.

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