IV-Präsident Sorger: "Unternehmergeist in allen Teilen unserer Gesellschaft"

Bestausgebildete Menschen, effiziente Verwaltung und wettbewerbsfähige Arbeitskosten als Hauptherausforderungen und Megatrends für die Unternehmen

Wien (OTS) - "Unternehmergeist als Geisteshaltung, die alle Teile unserer Gesellschaft erfassen muss", ortete IV-Präsident Dr. Veit Sorger als den "Megatrend in der Wirtschaft" beim heutigen Bürgermeistertag auf der Wieselburger Messe. Neben diesem Haupttrend identifizierte Sorger drei weitere Punkte, die für eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung Österreichs im internationalen Wettbewerb essentiell sind: "Bestausgebildete Menschen und das Bekenntnis zu Spitzenleistungen in Forschung und Entwicklung, eine effiziente Verwaltung und wettbewerbsfähige Arbeitskosten für eine hohe Jobsicherheit."

Auch wenn Österreichs Wirtschaft in den letzten Jahren stark von der EU-Erweiterung profitiert hat "sollten wir uns im internationalen Standortwettbewerb - jedoch nicht bequem zurücklehnen. Denn die Zukunft unserer industriellen Produktionszentren steht auf dem Spiel," warnt Sorger.

Erfolgsstory Mittel- und Osteuropa

Dass wir uns im internationalen Wettbewerb behaupten können, beweisen unsere wirtschaftlichen Erfolge in Zentral- und Osteuropa. Österreich hat von allen EU-Mitgliedsländern am meisten von der Öffnung nach Mittel- und Osteuropa profitiert. Zwischen 1994 und 2003 haben sich die österreichischen Exporte in die neuen EU-Mitgliedsländer auf zehn Milliarden Euro verdreifacht. Die österreichische Volkswirtschaft beherbergt zwar nur 2 Prozent der EU-Bevölkerung, unser Land wickelt jedoch fast ein Zehntel des EU-Handels mit dieser Region ab. "Diese abstrakten Zahlen bedeuten in der Praxis Arbeitsplätze in Österreich, und zwar Arbeitsplätze, die es ohne Öffnung der Grenzen nicht geben würde," so Sorger.

"Eine Garantie für unser derzeitiges hohes Einkommensniveau ist diese beeindruckende Leistungsbilanz jedoch nicht. Dazu müssen wir an den richtigen Schrauben drehen", erklärt der IV-Präsident weiter. Diese drei Schrauben lassen sich aus den drei genannten großen Megarends ableiten.

Zu den bestausgebildeten Menschen gehören auch ideale Bedingungen um Spitzenforschung in Österreich zu ermöglichen. "Mit der vor kurzem beschlossenen und von den meisten politischen Akteuren mitgetragenen Errichtung des Institute of Science and Technology - Austria, kurz ISTA genannt, ist uns dabei ein Durchbruch gelungen," zeigt sich Sorger erfreut.

Effiziente Verwaltung bedeutet vor allem Verfahrensbeschleunigung sowie die Stärkung der Kompetenzen der übergeordneten Gebietskörperschaften. "Die Botschaft lautet: nie wieder 20 Jahre lange Verfahren für Projekte wie eine 380 kV-Leitung, die den Süden Österreichs und damit auch die Unternehmen verlässlich mit Strom versorgt und damit Arbeitsplätze sichert", unterstreicht Sorger. Einen Appell richtet Sorger in diesem Zusammenhang, die Raumordnungskompetenz für überregionale Projekte vorausschauend in einem Bundesraumordnungs-Gesetz zu verankern: "Übergeordnete Infrastrukturprojekte sind die Wohlstandsadern Österreichs."

Das hohe Einkommens- und Beschäftigungsniveau in Österreich wiederum könne nur abgesichert werden, wenn einerseits die Arbeitskostendynamik weiterhin moderat bleibt, andererseits aber die dringend erforderliche Flexibilisierung der Arbeitszeiten umgesetzt wird. Diese ermöglichen "eine verbesserte Reaktion auf Auslastungsschwankungen und steigern als solche über den Konjunkturzyklus hinweg die Produktivität. Jetzt gilt es diese Herausforderungen und Trends Wahrheit werden zu lassen," betont der Industrieellenpräsident.

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