VP-Korosec: Brauner’sche Chaospolitik führt zu unnötig langen Krankenhausaufenthalten

Zusätzlich entstehen enorme, aber unnötige Kosten für Steuerzahler

Wien (VP-Klub) - "Der letzte Kontrollamtsbericht stellt dem Belegsmanagement der KAV-Spitäler in Wien ein äußerst schlechtes Zeugnis aus. Strukturelle und organisatorische Mängel bedingen Patientenbetten am Gang und Procuratio-Fälle im Spitalsalltag", kritisiert die Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ingrid Korosec, im Rahmen der ’Aktuellen Stunde’ im heutigen Landtag zum Thema "Belegsmanagement in Wien".

Im Jahr 2004 gab es laut Kontrollamtsbericht mehr als 1.300 Procuratio-PatientInnen in Spitälern des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV). "Das bedeutet einerseits für den Patienten, dass er unnötig lange im Krankenhaus bleiben muss, andererseits verursachen Procuratio-PatienInnen unnötig höhere Kosten für die Spitäler, die von den Steuerzahlern aufzubringen sind. Negativrekord hatte beispielsweise die Unfallchirurgie im AKH Wien, mit unnötigen 4 Monaten durchschnittlicher Verweildauer und rund 85.000 Euro je Procuration-Fall", betont Korosec.

HERA spiegelt Probleme des Wiener Gesundheitsbereiches wider

"Der Rechnungshofbericht über das Sanatorium Hera zeigt - wie auch alle anderen Berichte über dieses Sanatorium - einen fahrlässigen Umgang mit Beiträgen der versicherten Gemeindebediensteten. Seit dem Rechnungshofbericht 2001 ist nichts geschehen, die Probleme sind die Gleichen", kritisiert die VP-Gesundheitssprecherin die damals angekündigten Verbesserungsmaßnahmen, die aber offenbar niemals realisiert wurden.

Kreative Lösungen im Sanatorium sind gefragt. Ambulanzen sind gut ausgelastet, der stationäre Bereich ist chronisch unterbelegt. "Daher ist der naheliegendste Ausweg aus dem Dilemma, das Sanatorium Hera in ein Zentrum für Akutgeriatrie und gleichzeitig als Stützpunkt für geriatrische Assessmentteams umzuwandeln, da der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) insbesondere in der Akutgeriatrie zu wenig Plätze hat. Des weiteren könnte die Hera ihren Schwerpunkt im Bereich der Zahnmedizin deutlicher setzen", so die VP-Gesundheitssprecherin. "Der tägliche Abgang von 48.000 Euro ist eine Menge Geld der Versicherten. Das ist fahrlässig und rasche Maßnahmen sind dringend erforderlich", fordert Korosec abschließend.

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