AK Treibstoffpreisanalyse: Anhaltend hohe Preise - Tankstopps für den Urlaub genau planen!

Sprit binnen Jahresfrist um über elf Prozent teurer geworden - Diskonter am günstigsten - Autobahntankstellen äußerst teuer

Wien (OTS) - Viele Familien fahren bereits dieses Wochenende in
die Ferien. Wer Richtung West- oder Südösterreich aufbricht, sollte noch zu Hause tanken. Eine bundesweite AK Treibstoffpreisanalyse von Anfang Juni zeigt: Tanken bleibt unablässig teuer, im Westen und Süden kostet Sprit viel mehr als im Osten. Und: Autobahntankstellen sind extrem kostspielig. Sie verlangen für Diesel um durchschnittlich 7,2 Cent pro Liter und für Eurosuper um durchschnittlich 7,3 Cent pro Liter mehr. "Wer nicht in Wien tankt, sondern auf der Autobahn seinen 50-Liter-Dieseltank füllt, kann um bis zu 7,5 Euro mehr dafür zahlen", sagt AK Expertin Dorothea Herzele. Sie rät: "Urlauber sollen sich zu Hause über günstige Zapfsäulen informieren, ihre Stopps planen, gezielt bei Diskontern tanken und Autobahntankstellen meiden."

Die AK hat vom 6. bis 7. Juni die Preise bei 1.638 Tankstellen in Österreich erhoben. Die AK Analyse zeigt: Im Jahresvergleich Juni 2006 zu 2005 kostet Eurosuper um 11,6 Cent oder 11,3 Prozent mehr, Diesel um 10,6 Cent oder 11,2 Prozent. "Die Spritpreise bleiben auf einem hohen Preisniveau", sagt Herzele.

Vorarlberger, Tiroler und jetzt auch Kärntner müssen sowohl bei Eurosuper als auch bei Diesel am tiefsten ins Geldbörsl greifen. So kostet beispielsweise in Vorarlberg Diesel durchschnittlich 1,086 Euro pro Liter, Eurosuper durchschnittlich 1,184 Euro pro Liter. In Wien und im Burgenland ist Tanken am günstigsten: Wer seinen Tank mit Diesel in Wien auffüllt, muss mit durchschnittlich 1,045 Euro pro Liter rechnen, bei Eurosuper sind’s durchschnittlich 1,136 Euro pro Liter.

Ein Ost-West-Vergleich zeigt: Im billigsten Bundesland Burgenland ist Eurosuper durchschnittlich um 6,1 Cent pro Liter günstiger als im teuersten Bundesland Vorarlberg, und Diesel kostet durchschnittlich um 5,2 Cent pro Liter weniger als im "Ländle". "Der Grund für die hohen Preise liegt im schwachen Wettbewerb, dort überwiegen die großen Mineralölkonzerne", sagt Herzele.

Auch die Preisunterschiede zwischen Markentankstellen und Diskontern schmelzen weiter dahin. "Dennoch ist Tanken wegen der hohen Preise bei Diskontern noch immer billiger, durchschnittlich um zwei Cent pro Liter", betont Herzele.

Für Berufspendler fordert die AK daher wegen der anhaltend hohen Preise endlich einen längst überfälligen Ausgleich:
Pendlerabsetzbetrag statt Pauschalien, Erhöhung des Verkehrsabsetzbetrages und Kilometergeldes. Außerdem verlangt die AK ein verbessertes Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln, vor allem in Regionen mit hohem Pendleranteil, um den Berufpendlern eine attraktive und leistbare Alternative anzubieten.

SERVICE: Die Treibstoffpreisanalyse ist im Internet unter http://arbeiterkammer.at

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Doris Strecker
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