ARGEV 2005 WEITER AUF ERFOLGSKURS: - Leichtverpackungssammlung umgestellt - Sammelqualität auf Rekordniveau - Bequemstes Sammelsystem der Welt - Höhere Zielvorgaben erfüllt

Größte Umstellung der Leichtverpackungssammlung seit 1991 erfolgreich abgeschlossen

Wien (OTS) - Die im Jahr 2004 begonnene Umstellung der herkömmlichen gemischten Leichtverpackungssammlung auf die gezielte Erfassung der - stofflich besonders gut verwertbaren -Plastikflaschen konnte im vergangenen Jahr erfolgreich abgeschlossen werden.

Für rund 2,7 Millionen Einwohner in Wien, großen Teilen Niederösterreichs und Kärntens und in der Stadt Salzburg lautet die Sammelanleitung klipp und klar:

"Alle Plastikflaschen gehören in die Gelbe Tonne (oder, je nachdem, in den Gelben Sack)."

Alle anderen Leichtverpackungen dürfen in den betroffenen Regionen im Restmüll bleiben und werden als Brennstoff genutzt. Die Kosten für die Mitsammlung werden den Kommunen von der ARGEV auf Basis entsprechender Vereinbarungen abgegolten.

2005 wurden so rund 21.000 t Leichtverpackungen auf Kosten der ARGEV mit dem kommunalen Restmüll mitgesammelt und anschließend energetisch genutzt. 2007 werden es bereits rund 40.000 t sein.

ARGEV-Sammlung schafft Sprung zur Qualitätssammlung
Fehlwürfe erstmals unter 20 %

Im Jahr 2005 hat die ARGEV-Leichtverpackungssammlung endgültig den Sprung zur Qualitäts-sammlung geschafft.

Als Resultat von Systemumstellungen, weiter ausgebauter Benutzerfreundlichkeit und ergänzenden Sammelschienen (Event-Service) konnte die Qualität des Sammelmaterials sprunghaft verbessert werden:

In nur einem Jahr reduzierte sich der Anteil an "Fehlwürfen" (Nichtverpackungen, Restmüll) in der Leichtverpackungssammlung von knapp 24 % im Bundesdurchschnitt auf den "Traumwert" von "unter 20 %".

WienerInnen schreiben "Erfolgsstory 2005"

Die besondere "Erfolgsstory 2005" schrieben dabei die WienerInnen:

Jahrelang Schlusslicht unter allen Bundesländern in der Qualitätswertung, konnten sie in einem einzigen Jahr den Fehlwurfanteil um fast zwei Drittel reduzieren - von über 36 % auf unter 14 %: "Silbermedaille".

2005: Sammelmenge sinkt / Verwertungsmenge steigt

Die drastische Qualitätsverbesserung in der ARGEV-Sammlung führte 2005 zu einem auf den ersten Blick kuriosen Phänomen:

Erstmals in ihrer 15-jährigen Geschichte ist 2005 die ARGEV-Sammelmenge aus Haushalten und Betrieben mit 195.000 t nicht gestiegen, sondern um rund 4,4 % zurückgegangen.
Auch die Gesamterfassungsmenge (einschließlich der mit dem Restmüll erfassten und energetisch genutzten Verpackungen) war mit 227.000 t leicht rückläufig (-1,8 %).

2005 konnten von der ARGEV aus dieser rückläufigen Erfassungsmenge aber mit insgesamt knapp 192.000 t mehr Leicht-, Metall- und Holzverpackungen für die Verwertung oder energetische Nutzung bereitgestellt werden als je zuvor (+1,5 %).

Die Ausbeute der aus den Haushalten gesammelten verwertbaren Leichtverpackungen ist sogar um 4,8 % auf den Rekordwert von rd. 106.000 t gestiegen, die der stofflich verwertbaren gar um knapp 5 % (auf rd. 63.000 t).

Verpackungssammlung bequem wie nie zuvor

Gleichzeitig mit den Umstellungen der Leichtverpackungssammlung wurde im Vorjahr auch ihre Benutzerfreundlichkeit konsequent weiterentwickelt.

Über 52.000 Haushalte wurden neu mit Gelben Säcken ausgestattet (+4 %), sodass mit Jahresende mehr als 1,338.000 Haushalte an die Sammlung mit Gelben Säcken angeschlossen waren.

Zusätzlich standen im Jahr 2005 mehr als 265.700 Gelbe und Blaue Tonnen im Einsatz.

Damit konnten 2005 bereits mehr als 1,9 Millionen österreichische Haushalte (57 %) ihre Leichtverpackungen / Plastikflaschen auf die denkbar bequemste Weise entsorgen: "ab Haus".

Verpackungssammlung für ÖsterreicherInnen selbstverständlich

Dass die getrennte Verpackungssammlung für die ÖsterreicherInnen längst zum selbstverständlichen Bestandteil ihres täglichen Lebens geworden ist, geht aus den Ergebnissen der im März 2006 im ARGEV-Auftrag durchgeführten repräsentativen IMAS-Umfrage hervor:

Fast alle (97 %) der Befragten geben an, Verpackungen getrennt zu sammeln. Acht von zehn Befragten nutzen die Gelben Säcke oder Gelben Tonnen der ARGEV immer oder zumindest gelegentlich, ebenso viele sind mit der ARGEV-Leichtverpackungssammlung "sehr zufrieden" oder "zufrieden". Praktisch die gleichen Werte gelten auch für die Metallverpackungssammlung.

2005: Jahr der Tarifsenkungen

Die ARGEV startete das Geschäftsjahr 2005 mit einer Senkung ihrer Lizenztarifanteile im Ausmaß von rund 4,8 Millionen Euro .

Gemessen an den ARGEV-Lizenztarifanteilen aus 1997 ersparten sich Wirtschaft und Verbraucher allein 2005 über 75 Mio. EUR, kumuliert in den acht Jahren sogar über
300 Mio. EUR.

Der günstige Geschäftsverlauf im Jahr 2005 ermöglichte mit Jahresbeginn 2006 auch für das laufende Jahr wiederum eine Entlastung der ARGEV-Tarifanteile, diesmal um rund 4,1 Mio. Euro.

Höhere Zielvorgaben für die Verpackungssammlung erreicht

Mit dem Jahr 2004 hat das Umweltministerium die Ziele für die Verpackungssammlung der ARGEV spürbar angehoben: Statt bis dahin 70 % müssen seither 83 % der bei der ARA lizenzierten Kunststoffverpackungen erfasst werden.

Mit den Sammelergebnissen 2005 hat die ARGEV auch diese in der EU höchsten Ziele sicher erreichen können. Wie auch alle sonstigen Erfassungs- und Verwertungsziele.

2006 liegt die Latte für die ARGEV noch höher: Für Verpackungen aus Kunststoff und Materialverbunden gilt ab heuer ein Erfassungsziel von 95 %.

Nachhaltigkeitsagenda der österreichischen Getränkewirtschaft 2005-2007

Die 2004 neu ausverhandelte "Nachhaltigkeitsagenda der österreichischen Getränkewirtschaft" regelt Getränkeverpackungen auf einer freiwilligen, marktwirtschaftlichen Basis.

Zu den für die ARGEV relevanten Zusagen der Wirtschaft gehören: - eine 80 %ige Wiederverwendungsquote für alle Getränkeverpackungen, - eine weiterhin mindestens 50 %ige stoffliche Verwertung aller PET-Getränkeflaschen und - die Entsorgung von Getränkeverpackungen bei Großveranstaltungen ("Event-Service"). "Nach den vorliegenden Informationen wurden die genannten Zusagen im Jahr 2005 wieder in allen Bereichen erfüllt. Dazu weiter

erfolgreich beizutragen ist für die ARGEV nicht nur Verpflichtung, sondern einfach ’Ehrensache’", so ARGEV-Obmann DI Matousek.

ARGEV-Know-how im Dienste der Elektroaltgeräte (EAG)

Mit dem 13. August 2005 wurde die erst Ende April des Jahres verlautbarte Elektroaltgeräte-Verordnung (EAG-VO) wirksam. Spätestens zu diesem Datum mussten in Österreich Sammel- und Verwertungssysteme für Elektroaltgeräte installiert und funktionsbereit sein.

Schon Anfang Mai 2005 gründeten ARA und ARGEV mit Zustimmung ihrer Gesellschafter die ERA Elektro Recycling Austria GmbH, um ein Sammel-und Verwertungssystem für Elektro-Altgeräte aufzubauen.
Damit kamen ARA und ARGEV einem Wunsch ihrer Lizenzpartner nach, das bei ARA und ARGEV vorhandene Know-how und die im ARA System geschaffenen Ressourcen auch für ihre (alten) Elektro-Geräte nutzen zu können.

Das von der ERA aufgebaute Sammel- und Verwertungssystem für EAG wurde am 03.08.2005 als erstes in Österreich genehmigt. Mit 910 Kunden per 31.05.2006 hat die ERA mehr als doppelt so viele Kunden wie alle anderen Systeme zusammen. Der Marktanteil beträgt rund
32 %, in einzelnen Gerätekategorien bis zu knapp 50 %.

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