Verkehrs-Wahnsinn mit Methode

Ohne Verkehrsregeln zu brechen, können in Innsbruck die straffen IVB-Umlaufzeiten nicht eingehalten werden.

Innsbruck (OTS) - Im Innsbrucker Volksmund wird das Ampel-Rot längst "IVB-Grün" genannt. Dass hinter der gelebten Tradition, beim Anblick eines Busses der Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB) zum rettenden Sprung anzusetzen oder präventiv auf die Bremse zu treten, System steckt, berichtet die Tiroler Nachrichtenillustrierte ECHO exsklusiv in ihrer aktuellen Ausgabe. Demnach sind die von der IVB-Geschäftsführung vorgegebenen Umlaufzeiten (jener Zeitrahmen, den ein Bus benötigen darf, um eine Runde der ihm zugewiesenen Linie zu fahren) so straff bemessen, dass es einem Fahrer kaum möglich ist, diese ohne Verletzung der Vorschriften beziehungsweise Gesetzesbrüche, wie dem "Überfahren" roter Ampeln, einzuhalten. Als Alternative zum rasanten "Brettern", wird den Fahrern mit der Privatwirtschaft gedroht.

In dem Zusammenhang mussten sich die Gerichte längst mit dem "Fall IVB" beschäftigen, jedes Verfahren haben die Verkehrsbetriebe bisher verloren, doch an den Umlaufzeiten wird nichts geändert. "Irgendwann krachts und zwar anständig", zitiert ECHO einen ehemaligen Busfahrer, der die Sicherheit vor die Einhaltung der Umlaufzeit stellte.

IVB-Geschäftsführer Martin Baltes weist vor diesem Hintergrund lediglich auf die Möglichkeit hin "sich durch die Teilnahme an den Prozessterminen selbst ein objektives Bild" zu verschaffen.

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