Pelias erhält EUR2 Millionen Förderung für die Entwicklung eines neuartigen Impfstoffs zur Vorbeugung von Infektionen bei Brandverletzten

Wien (ots) - Das Biotechnologieunternehmen Pelias AG, das
innovative Produkte zur Behandlung von im Krankenhaus übertragenen Infektionen entwickelt, hat im Rahmen des "Vienna Spots of Excellence" Programms der Stadt Wien einen Vertrag über Fördermittel in Höhe von EUR2 Millionen erhalten.

Die Fördermittel unterstützen das Pseudomonas Aeruginosa Vaccine Consortium (PAVC), eine Forschungskooperation zwischen Pelias und der Chirurgischen Universitätsklinik der Universität Freiburg. PAVC zielt auf die Entwicklung neuartiger Impfstoffe gegen Infektionen mit Pseudomonas aeruginosa und wird von dem Pseudomonas-Experten Prof. Dr. Dr. Bernd-Ulrich Specht, Universität Freiburg geleitet.

Vertragsgemäß wird Pelias ebenfalls einen Betrag in Höhe von EUR2 Millionen für die Kooperation bereitstellen. In der ersten Ausschreibungsrunde des Programms wurde Pelias neben zwei anderen Firmen von einem internationalen Experten-Team ausgewählt, und zwar aufgrund herausragender fachlicher Kompetenz und des innovativen Ansatzes auf diesem medizinisch bedeutsamen Gebiet.

"Die Mittel werden uns dabei helfen, die Entwicklung unseres Impfstoffs gegen Pseudomonas aeruginosa voran zu bringen, der bereits in vorläufigen Phase I und Phase IIa Studien erfolgreich an Verbrennungsopfern erprobt worden ist", sagte Matthias Grote, CEO von Pelias. "Wir erwarten, dass der Impfstoff als unser erstes Produkt Ende 2009 auf den Markt gebracht werden kann."

Informationen über Pseudomonas-Infektionen

Pseudomonas ist das häufigste gram-negative Bakterium, das Spitalinfektionen verursacht. Es ist die Hauptursache für schwere Infektionen bei Verbrennungsopfern und für die so genannte beatmungsassoziierte nosokomiale Pneumonie ("ventilation-associated-pneumonia", VAP) auf Intensivstationen. Akute Infektionen entwickeln sich häufig sehr schnell und sind in vielen Fällen lebensbedrohlich. Weil viele Keime gegen mehrere Antibiotika resistent sind, sind Pseudomonas-Infektionen schwer zu behandeln. Jährlich sterben in den USA und der EU Tausende von stationär behandelten Verbrennungspatienten an solchen Infektionen. Trotz des steigenden medizinischen Bedarfs für vorbeugende Maßnahmen gegen Hospital-Infektionen und vor allem trotz der vermehrten Verbreitung von Antibiotika-resistenten Keimen in Krankenhäusern ist kein Pseudomonas-Impfstoff auf dem Markt, und nur einige wenige vorbeugende Produkte befinden sich in der Entwicklung

Informationen über den Pseudomonas-Impfstoff von Pelias

Der Pseudomonas-Impfstoff von Pelias beruht auf einem Fusionsprotein aus zwei Membranproteinen des Erregers, deren Struktur in allen klinisch relevanten Serotypen wesentlich übereinstimmt. Der Impfstoff kann deshalb voraussichtlich zur Prävention fast aller Pseudomonas-Infektionen eingesetzt werden. Pelias wird sich bei der klinischen Entwicklung des Impfstoffs zunächst auf die Behandlung von Verbrennungspatienten konzentrieren. Die entscheidenden Phase II Erprobungen werden voraussichtlich Mitte 2007 beginnen. Weitere Anwendungen des Impfstoffs bestehen bei der Prävention von beatmungsassoziierter nosokomialer Pneumonie, Bakteriämie, Wundinfektionen und chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen.

Informationen über Pelias

Im Oktober 2005 gegründet, kombiniert Pelias einzigartiges Know-how, Engagement und Entwicklungsexpertise auf dem Gebiet der Infektionserkrankungen mit fortgeschrittenen Projekten, die von Chiron und Intercell lizenziert wurden. Das Programm von Pelias umfasst präventive und therapeutische Impfstoffe ebenso wie therapeutische Antikörper gegen häufige Keime, die schwere oder lebensbedrohliche Spitalinfektionen verursachen.
Pelias hat von Intercell AG und Kapital & Wert erhebliches Startkapital ein geworben und wird von einem erfahrenen Management-Team geleitet, das bereits auf zahlreiche Erfolge zurückblicken kann. Die Firma hat ihren Sitz in Wien.

Dr. Mathias Grote, CEO
Pelias Biotechnologies GmbH
Dannebergplatz 16/2
A-1030 Vienna
Österreich
Tel: +43 1 718 0 326-100
Fax +43 1 718 0 326-800
office@pelias.com
www.pelias.com

Dr. Ludger Weß
Akampion - Life Science to the Point
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