Erfolg für Qualität im Gesundheitswesen

Burgstaller: Die Vernunft hat gesiegt

Salzburg (OTS) - (OTS) - "Es wird in Zukunft endlich einheitliche Qualitätsstandards für das gesamte österreichische Gesundheitswesen geben". So fasste die Salzburger Landeshauptfrau und Gesundheitsrefe-rentin Mag. Gabi Burgstaller das Ergebnis der heutigen Sitzung der Bundesgesundheitskom-mission in Wien zusammen.

Der entscheidende Punkt war, dass sich das Ministerium dazu verpflichtet hat, die so genann-ten Strukturqualitätskriterien (SQK) auch für den Bereich der Privatkrankenanstalten und der Unfallkrankenhäuser (UKH) zu erarbeiten und auf diese Bereiche auszudehnen. Bis heute vor Sitzungsbeginn hat der Österreichische Strukturplan Gesundheit (ÖSG) die Privatkrankenan-stalten und UKH nicht erfasst. Die jetzige Einigung sieht vor, dass der ÖSG und damit die Strukturqualitätskriterien auch von den Ländern akzeptiert werden. Die Umsetzung des ÖSG wird aber an die Bedingung geknüpft, dass bis Ende des Jahres auch SQK für den Bereich der privaten Krankenanstalten und der UKH vorliegen. Dadurch werden auch die Patient/innen der privaten Krankenanstalten und der Unfallkrankenhäuser von einheitlichen Gesundheitsstan-dards profitieren, erklärte Burgstaller.

Integrierte Versorgung

Ein zweiter wesentlicher Verhandlungserfolg sei die Verpflichtung aller Verantwortungsträger des österreichischen Gesundheitswesens, eine Dokumentation über erbrachte Leistungen (Be-handlungen und Diagnosen) für Spitalsambulanzen und für den niedergelassenen Bereich auf-zubauen. Dabei geht es darum, dass die verschiedensten medizinischen Diagnosen und Leis-tungen in diesem Bereich aufgezeichnet und dokumentiert werden. Das ist die Grundvoraus-setzung dafür, dass eine - alle Bereiche übergreifende -Bewertung und Planung vorgenommen werden kann. Auf dieser Grundlage können Leistungen und Behandlungen in Zukunft zuguns-ten der Patienten besser aufeinander abgestimmt werden. Diese Dokumentation wird durch eine Änderung in den Sozialversicherungsgesetzen abgesichert.

Die Definition für die Strukturqualitätskriterien lautet, dass pro medizinischem Fach die notwen-dige Infrastruktur, der Ausbildungsstand, die Menge und Verfügbarkeit des medizinischen Per-sonals sowie das Leistungsangebot (eines Krankenhauses) festgelegt werden. Ebenfalls nor-miert werden die Mindestqualität und Menge im Bereich der Ausstattung mit Großgeräten.

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