Prammer: Bei den AMS-Leitungspositionen sind Frauen zu berücksichtigen

Wien (SK) - Heftig kritisierte die zweite Präsidentin des Nationalrates, SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer, dass es auch bei der heutigen Sitzung des Verwaltungsrates des AMS nicht gelungen ist, eine Entscheidung über die Leitungspositionen in Oberösterreich und er Steiermark zu fällen. "Viele hoch qualifizierte Frauen haben sich beworben, sind ganz vorne gereiht worden und sollen nun der Parteipolitik oder der Bevorzugung von Männern zum Opfer fallen. 'Frauen bleibt zu Hause und bewerbt euch nicht!' soll wohl das Signal sein, das mit der Unfähigkeit einher geht, endlich alle Leitungen der Landesgeschäftsstellen des AMS zu besetzen", so Prammer am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Dabei sind nur noch die beiden Posten in Oberösterreich und der Steiermark vakant. "Die Devise heißt jedenfalls: Die Farbe muss passen und ein Mann soll die gute Position bekommen", protestierte Prammer. Dass Frauen explizit zur Bewerbung eingeladen worden sind, sei wohl nur geschehen, um dem Gesetz genüge zu tun. "Die Optik ist mehr als schlecht", so Prammer.

Prammer fordert die Sozialpartner und Minister Bartenstein dazu auf, das Gerangel zu beenden und endlich eine Entscheidung zu treffen. "In den Leitungspositionen des AMS muss es künftig zumindest eine Frau mehr geben als bisher", fordert Prammer. Fünf Frauen bei 20 Leitungspositionen sei ohnedies nicht gerade ein großartiges Ergebnis in Richtung Gleichstellung. (Schluss) up/mm

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