Grillitsch zur WTO: Bis zur GAP-Reform und keinen Schritt weiter

Bauernbundpräsident warnt vor Existenz bedrohenden Vorschlägen durch EU

Wien (AIZ) - Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch warnt angesichts der morgen beginnenden WTO-Ministerkonferenz in Genf vor zu weit reichenden Zugeständnissen der EU im Bereich Landwirtschaft. "Alle Verantwortlichen sind aufgefordert, ihr Verhandlungsmandat sehr, sehr ernst zu nehmen und nicht durch eine Überschreitung desselben die Existenz der landwirtschaftlichen Produktion in der EU aufs Spiel zu setzen. Das Motto muss lauten: Bis zur GAP-Reform und keinen Schritt weiter. Gerade EU-Außenhandelskommissar Peter Mandelson muss endlich klar werden, dass das bewährte europäische Landwirtschaftsmodell zu schade für irgendwelche Experimente ist", betonte Grillitsch.

Der Bauernbundpräsident betonte daher, dass es in Genf nicht darum gehen könne, eine Lösung um jeden Preis zu erzielen, sondern die Doha-Runde tatsächlich substanziell weiterzuentwickeln. "Eine Verhandlungstaktik nach dem Motto 'Nach uns die Sintflut' werden die Bäuerinnen und Bauern Europas ganz sicher nicht akzeptieren. Es muss stattdessen versucht werden, einem wirklich fairen und nicht einem schrankenlosen Welthandel zum Durchbruch zu verhelfen. Der Österreichische Bauernbund vertraut dabei auf die heimischen Verhandler mit den Ministern Josef Pröll und Martin Bartenstein sowie Landwirtschaftskammer-Präsident Rudolf Schwarzböck an der Spitze", sagte Grillitsch. Aufrechterhalten wurde von ihm die Forderung nach Schutzzöllen für "sensible" Produkte wie Fleisch, Milch und Zucker. (Schluss)

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