Kukacka zu Fahren mit Licht am Tag: Evaluierungsstudie muss durchführt werden

Licht am Tag nur "Zwischenlösung" - erste Weichen für europaweites Tagfahrlicht gestellt

Wien, 28. Juni 2006 (ÖVP-PD) "Im Zweifel für erhöhte Verkehrssicherheit", war das Motiv für den einstimmigen Beschluss des Parlamentes für Licht am Tag. Bereits während der Vorbereitungs- und Einführungsphase gab es zahlreiche Stimmen, die die neue Regelung mit Skepsis gesehen haben. Hauptargumente waren eine mögliche Gefährdung der einspurigen Fahrzeuge und der Fußgänger durch die Einführung von Licht am Tag. Die widersprüchlichen Expertenmeinungen bestehen offenbar immer noch", betonte Verkehrsstaatssekretär, Mag. Helmut Kukacka, heute Donnerstag. ****

"Die ÖVP hat daher immer auf eine Evaluierung der Regelung gepocht und diese schließlich am 22. September 2005 auch im Verkehrsausschuss in folgender Ausschussfeststellung einstimmig festgehalten", so Kukacka. "Der Verkehrsausschuss geht davon aus, dass innerhalb von 2 Jahren, durch wissenschaftliche
Untersuchungen, die Wirksamkeit von Licht am Tag auf die Verkehrssicherheit untersucht wird und auf Grund dieser Ergebnisse Vorschläge für eine allfällige verbesserte Regelung dem Nationalrat vorgelegt wird" (Ausschussfeststellung, 22. September 2005).

"Ich habe daher den Vizekanzler und Verkehrsminister Gorbach noch im Dezember 2005 in einem Schreiben ersucht, eine
entsprechende Studie in Auftrag zu geben. Hätten wir diese Evaluierungsstudie nicht im Ausschuss beschlossen, wäre die Zustimmung zu Licht am Tag mit großer Wahrscheinlichkeit im Parlament nicht einstimmig ausgefallen. Sollte bei der Untersuchung nachgewiesen werden, dass durch die Einführung von Licht am Tag einspurige Fahrzeuge und Fußgänger tatsächlich weniger gut wahrgenommen werden können und dies zu einer Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit führt, müssen wir die Sache noch einmal überdenken", so Kukacka.

Österreich hat sich vorgenommen, sich noch während der zweijährigen Evaluierungsphase auch innerhalb der EU für die Einrichtung einer Ausrüstungsvorschrift für ein generelles EU-weites Tagfahrlicht für Fahrzeughersteller einzusetzen. "Noch im Jahr 2006 beabsichtigt die Europäische Kommission ein Sicherheitspaket vorzulegen, in dem das Tagfahrlicht enthalten ist und in dem eine Ausrüstungsvorschrift vorgesehen ist. Damit wird der Gesetzgebungsprozess gestartet", so der Staatsekretär.

"Wir betrachten Licht am Tag jedenfalls nur als `Zwischenlösung` bis es zu einer europaweit verpflichtenden Ausstattung mit Tagfahrlicht kommt. Das Tagfahrtlicht bringe erwiesener Maßen gegenüber dem Abblendlicht eine Reihe von Vorteilen: Tagfahrleuchten seien viermal heller als Begrenzungsleuchten ohne zu blenden, verbrauchen jedoch wesentlich weniger Energie und damit Kraftstoff als das Abblendlicht, womit
sie auch umweltfreundlicher sind", schloss Kukacka.

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