Frauenring: Bei AMS-Positionen müssen die Bestqualifizierten zum Zug kommen

Bestellungen müssen nach sachlichen Kriterien statt nach parteipolitischem Kalkül erfolgen

Wien (Frauenring) - Auch die Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings, Sabine Oberhauser, drängt auf die Besetzung der stellvertretenden AMS-Landesgeschäftsführungen in der Steiermark und in Oberösterreich mit den bestqualifizierten Kandidatinnen. "Die Gleichbehandlungskommission hat in einem ähnlich gelagerten Fall schon einmal festgestellt, dass politisch motivierte Besetzungen nicht vor den Grundsatz der Gleichbehandlung zu stellen sind. Regierungs- und ArbeitgeberInnen-Seite täten gut daran, diese Entscheidung zu beachten. Die beiden Bestqualifizierten, Birgit Eder in Oberösterreich und Herta Kindermann-Wlasak in der Steiermark, müssen bei der Bestellung der stellvertretenden AMS-Landesgeschäftsführerinnen zum Zug kommen", verlangt Oberhauser.++++

Neben der erwähnten Entscheidung der Gleichbehandlungskommission sowie der Gültigkeit des Bundes-Gleichbehandlungsgesetzes führt Oberhauser noch einen weiteren Punkt für die Bestellung der beiden Frauen ins Treffen. "Wenn es ein Frauenförderungsprogramm gibt, so muss man sich auch verpflichtend daran halten." Das AMS habe ein Frauenförderungsprogramm, daher müsse auch nach den Grundsätzen des Programms entschieden werden. Oberhauser abschließend: "Es ist traurig, dass wir überhaupt all diese Bestimmungen anführen müssen. Eigentlich sollte es Regierung- und ArbeitgeberInnen-Seite auch von sich aus ein Anliegen sein, dass die beiden bestqualifizierten Frauen die Positionen bekommen und dass das Management weiblicher wird."

Wien, 28. Juni 2006

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