VP-Parzer: Wien leistet sich den teuersten Autoabstellplatz Europas

Errichtung von Wohnbauten und Einkaufszentrum am Waagner-Biro Gelände

Wien (VP-Klub) - Heftige Kritik an der Vorgehensweise der SP-Stadtregierung rund um die Waagner-Biro Gründe äußerte heute LAbg. Robert Parzer, ÖVP-Mitglied des Umweltausschusses.
Die Waagner-Biro Gründe in Wien Donaustadt wurden schon 2001 zur Verwendung für die MA 48 angeschafft, die dieses Grundstück nach eigenen Angaben dringend benötigte. Seitdem liegt dieses Areal nahezu brach, da die angeblich so dringend notwendige Übersiedlung der MA 48 Zentrale an diesen Standort nun nur mehr in einem sehr geringen Ausmaß stattfinden soll. In den letzten Jahren diente das Gelände im Ausmaß von 140.000 m2 als Abstellplatz für etwa 120 Fahrzeuge aus dem Wagenpark der MA 48. "Steuergelder der Wienerinnen und Wiener in der Höhe von 37 Millionen Euro wurden für die Anschaffung eines Grundstückes verschwendet, das jetzt als Autoabstellplatz genutzt wird. Wien leistet sich damit den wohl teuersten Autoabstellplatz Europas. Legt man den Kaufpreis auf die Anzahl der dort abgestellten Fahrzeuge um, so ergibt das einen Betrag von rund 300.000 Euro pro Fahrzeug", lautet die heftige Kritik Parzers an der jetzigen Situation.

Nun überlegt die Stadtregierung den Verkauf von Teilen des Areals und die Errichtung von Wohnbauten und eines weiteren Einkaufszentrums. Parzer: "Die Stadt sucht scheinbar krampfhaft nach einer Notlösung für dieses Areal, denn für die Donaustadt besteht absolut kein Bedarf an neuen Wohnblocks, geschweige denn an einem neuen Mega-Einkaufszentrum in dieser Gegend. Die geplante Vorgehensweise ist zu wenig durchdacht und entbehrt für die Donaustadt jeder Grundlage. Ein derart konzeptloses Vorgehen wie bei den Waagner-Biro Gründen und die Geldverschwendung durch vorangegangene Grundstücksspekulationen ist in der Stadt Wien aber leider kein Einzelfall. Derartiges findet sich leider auch bei Rothneusiedl und Aspern wieder und erfreut sich bei der Wiener SPÖ immer größerer Beliebtheit."

Die Stadtentwicklungspolitik verläuft wie bei den Waagner-Biro Grundstücken meist nach immer dem selben Muster:
Grundstücksspekulationen, kein Konzept, dann der Verkauf der Flächen für Büros und Einkaufszentren, die nicht benötigt werden und die Nahversorgung zerstören. "Der konzeptlosen SP-Stadtentwicklungspolitik a la Waagner-Biro muss in Wien ein Riegel vorgeschoben werden", schließt Parzer.

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