- 28.06.2006, 14:26:10
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1. Juli: "TIERTRANSPORT-AKTIONSTAG" in der Wiener Innenstadt
Fünf-Punkte-Programm des Wiener Tierschutzvereins
Wien (OTS) - Am Samstag, 1. Juli, von 11.00 bis 17.00 Uhr, hält
der Wiener Tierschutzverein in der Kärntnerstraße (Ecke
Stock-im-Eisen-Platz) seinen mittlerweile zur Tradition gewordenen
"Tiertransport-Aktionstag" ab, um das Gewissen der
FleischkonsumentInnen wieder wachzurütteln - denn Bilder von
gequälten Schlachttieren werden allzu leicht verdrängt; man geht zum
Alltag über, ohne einen weiteren Gedanken an die jährlich 360 Mio.
quer durch Europa gekarrten Mitlebewesen.
Tiertransporte sind eine Tierquälerei, die von der Öffentlichkeit
großteils unbemerkt, auf Europas Straßen abläuft. In den vergangenen
Jahren wurden EU-weit zwar Verbesserungen für die Tiere erzielt, die
aber bei weitem noch nicht ausreichen. Deshalb hat der Wiener
Tierschutzverein ein Fünf-Punkte-Programm erarbeitet, das vom
Deutschen Tierschutzbund vollinhaltlich mitgetragen wird. Die Punkte
im Einzelnen:
1) Begrenzung der Transportdauer auf 8 Stunden bei internationalen
Transporten bzw. auf 4 Stunden bei Inlandstransporten (anfahren
des nächst gelegenen Schlachthofs)
2) Strenge Umsetzung der durch die EU-Direktive festgesetzten
Kontrollen auf nationaler Ebene durch qualifizierte
Kontrolleure
3) Errichtung EU-zertifizierter Labestationen - vor allem im
Hinblick auf die Ost-Süd-Routen durch Europa
4) Streichung jeglicher EU-Subventionen für Lebendtransporte; in
weiterer Folge auch für Zuchtrinder
5) Förderung des Ausbaus von Fleischtransporten in Kühlwägen als
Alternative zu LebendtransportenLucie Loubé, Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins: "Praktisch
seit seinem Bestehen - und das sind immerhin 160 Jahre - hat der
Wiener Tierschutzverein versucht, das Leid der Tiere bei
Schlachttransporten zu mindern. Endziel muss es sein, Fleisch statt
lebende Tiere zu transportieren. Gegenwärtig gibt es gravierende
Mängel im Gesetzesvollzug. So fallen z.B. die Kontrollen der
Transporter sporadisch bis gar nicht aus. Mit dem
Tiertransport-Aktionstag wollen wir auf diese Missstände aufmerksam
machen und Lösungen anbieten."
Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes: "Es gibt
keinen vernünftigen Grund dafür, dass Tiere diesen Strapazen
ausgesetzt werden". Der Deutsche Tierschutzbund hatte erst kürzlich
erreicht, dass die EU-Subventionen für Schlachtrinder in so genannte
EU-Drittländer gestoppt wurden. Die durch Recherchen belegten Beweise
der Qual auf den tagelangen Transporten per LKW und Schiff von
Deutschland bis Beirut veranlassten die EU-Kommissarin Mariann
Fischer-Boel zum Handeln. Die Subventionen für Zuchtrinder werden
aber immer noch gezahlt. "Unser Kampf geht weiter. Nicht nur gegen
die Transporte in EU-Drittländer. Auch innerhalb der europäischen
Grenzen werden jährlich über 360 Millionen Tiere hin- und hergekarrt,
oft unter grausamer Qual", erläutert Apel.
Rückfragehinweis:
WIENER TIERSCHUTZVEREIN
Mag. Alexander Willer
Tel.: 01/699 24 50 - 27
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