1. Juli: "TIERTRANSPORT-AKTIONSTAG" in der Wiener Innenstadt

Fünf-Punkte-Programm des Wiener Tierschutzvereins

Wien (OTS) - Am Samstag, 1. Juli, von 11.00 bis 17.00 Uhr, hält
der Wiener Tierschutzverein in der Kärntnerstraße (Ecke Stock-im-Eisen-Platz) seinen mittlerweile zur Tradition gewordenen "Tiertransport-Aktionstag" ab, um das Gewissen der FleischkonsumentInnen wieder wachzurütteln - denn Bilder von gequälten Schlachttieren werden allzu leicht verdrängt; man geht zum Alltag über, ohne einen weiteren Gedanken an die jährlich 360 Mio. quer durch Europa gekarrten Mitlebewesen.

Tiertransporte sind eine Tierquälerei, die von der Öffentlichkeit großteils unbemerkt, auf Europas Straßen abläuft. In den vergangenen Jahren wurden EU-weit zwar Verbesserungen für die Tiere erzielt, die aber bei weitem noch nicht ausreichen. Deshalb hat der Wiener Tierschutzverein ein Fünf-Punkte-Programm erarbeitet, das vom Deutschen Tierschutzbund vollinhaltlich mitgetragen wird. Die Punkte im Einzelnen:

1) Begrenzung der Transportdauer auf 8 Stunden bei internationalen Transporten bzw. auf 4 Stunden bei Inlandstransporten (anfahren des nächst gelegenen Schlachthofs) 2) Strenge Umsetzung der durch die EU-Direktive festgesetzten Kontrollen auf nationaler Ebene durch qualifizierte Kontrolleure 3) Errichtung EU-zertifizierter Labestationen - vor allem im Hinblick auf die Ost-Süd-Routen durch Europa 4) Streichung jeglicher EU-Subventionen für Lebendtransporte; in weiterer Folge auch für Zuchtrinder 5) Förderung des Ausbaus von Fleischtransporten in Kühlwägen als Alternative zu Lebendtransporten

Lucie Loubé, Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins: "Praktisch seit seinem Bestehen - und das sind immerhin 160 Jahre - hat der Wiener Tierschutzverein versucht, das Leid der Tiere bei Schlachttransporten zu mindern. Endziel muss es sein, Fleisch statt lebende Tiere zu transportieren. Gegenwärtig gibt es gravierende Mängel im Gesetzesvollzug. So fallen z.B. die Kontrollen der Transporter sporadisch bis gar nicht aus. Mit dem Tiertransport-Aktionstag wollen wir auf diese Missstände aufmerksam machen und Lösungen anbieten."

Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes: "Es gibt keinen vernünftigen Grund dafür, dass Tiere diesen Strapazen ausgesetzt werden". Der Deutsche Tierschutzbund hatte erst kürzlich erreicht, dass die EU-Subventionen für Schlachtrinder in so genannte EU-Drittländer gestoppt wurden. Die durch Recherchen belegten Beweise der Qual auf den tagelangen Transporten per LKW und Schiff von Deutschland bis Beirut veranlassten die EU-Kommissarin Mariann Fischer-Boel zum Handeln. Die Subventionen für Zuchtrinder werden aber immer noch gezahlt. "Unser Kampf geht weiter. Nicht nur gegen die Transporte in EU-Drittländer. Auch innerhalb der europäischen Grenzen werden jährlich über 360 Millionen Tiere hin- und hergekarrt, oft unter grausamer Qual", erläutert Apel.

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