Präsidium geschlossen für zweite Etappe der WKÖ-Reform

Matznetter für starke Sozialpartnerschaft - Krenn: Verwaltungsreform und Lohnnebenkostensenkung endlich umsetzen!

Wien (PWK430) - Breite Zustimmung für den Kurs von WKÖ-Präsident Christoph Leitl kann heute, Mittwoch, vom Präsidium der Wirtschaftskammer Österreich. Im Rahmen der Pressekonferenz vor dem morgigen Wirtschaftsparlament und der Feier zum 60jährigen Bestehen der WKÖ wurde von Christoph Matznetter (SWV), Matthias Krenn (RFW) und Richard Schenz (Liste Industrie) die Geschlossenheit für die zweite Etappe der Kammerreform unterstrichen. Die Kammerreform sei ein "gutes Beispiel wie man eine Reform machen soll. Eine Reform ist aber ein permanenter Prozess mit laufenden Anpassungen an die Strukturen", so Matznetter.

Für Krenn stellt die Wirtschaftskammer 2006 eine schlanke und moderne Interessenvertretung dar, im Gegensatz zu den 80er und 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Damals sei das biologische Alter weit über dem tatsächlichem, kalendarischen gelegen, war "fettleibig und unattraktiv". In der im Rahmen der Pressekonferenz präsentierten Umfrage zeige sich "ein Maß an gestiegener Zufriedenheit". Kurz umschrieb Schenz seine Haltung zur Wirtschaftskammer: "Auch ich finde die WKÖ klass´". Der erste Reformschritt von vor 5 Jahren sei ein Paukenschlag gewesen, der nun verdaut ist. Die jetzige Reform werde weitere Verbesserungen bringen. In Struktur und Ablauf sei aber innerhalb der WK-Organisation noch einiges an Reformen vorstellbar.

Besonders hervorgehoben wurde von Matznetter die Ankündigung von Leitl bis 2015 Vollbeschäftigung erreichen zu wollen. Es sei wichtig, dass dies der Wirtschaftskammerpräsident anspreche: "Das ist vernetztes Denken das die gesamtwirtschaftlichen Zusammenhänge berücksichtigt, denn gerade die Wirtschaft muss vitales Interesse an Vollbeschäftigung haben." Zum ÖGB meinte der WKÖ-Vizepräsident, dass dieser momentan stark mit sich selbst beschäftigt sei. Er, Matznetter, wünsche sich beschleunigte Reformschritte in der Gewerkschaft, man sollte rasch zu Lösungen kommen und diese auch rasch umsetzen. Kollektivvertragsverhandlungen stünden an, in der Lehrlingspolitik sei ein starker ÖGB in einer starken Sozialpartnerschaft ebenso wichtig, wie in den Verhandlungen für weitere Schritte einer Steuerreform.

WKÖ-Vizepräsident Krenn lobte die WKÖ zudem für das bisher Erreichte: "Die WKÖ hat viel bewegt bei der Bundesregierung, etwa bei der größten Steuerreform, dem zuletzt beschlossenen KMU-Paket sowie bei der Erreichung des Status der heimischen Wirtschaft als Exportweltmeister." Wünsche seien aber noch offen, gerade wenn es um die Umsetzung der Verwaltungsreform gehe. Durchschnittlich ist jedes Unternehmen 700 Stunden pro Jahr mit zusätzlichen Verwaltungsarbeiten beschäftigt, was umgerechnet etwa 800 Milliarden Euro verursacht. Offen sei auch noch die versprochene zweite Etappe der Lohnnebenkostensenkung. (us)

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