NEWS: Kärntner Landesholding belastet Hypo-Bankprüfer

Nach dem Bankvorstand droht durch eine Anzeige an die Finanzmarktaufsicht nun auch dem Bankprüfer Confida Ungemach.

Wien (OTS) - In der morgen erscheinenden Ausgabe veröffentlicht
das Nachrichtenmagazins NEWS Auszüge aus der exklusiv vorliegenden Anzeige der Kärntner Landesholding an die Finanzmarktaufsicht (FMA). Darin wird die Confida Revisionsgesellschaft, der Bankprüfer der Hypo Alpe Adria, schwer belastet. Gegenstand der Sachverhaltsdarstellung ist der Bank-Skandal um die falsche Bilanzierung von Millionen-Verlusten im Jahre 2004, die aus hochriskanten Swap-Deals stammen.

Die Wirtschaftsprüfer testierten die Richtigkeit der Bilanz 2004, zogen aber ihr Testat nach Auffliegen der Affäre im heurigen März wieder überraschend zurück. Nun wird Confida unter ihrem Boss Walter Groier von der Kärntner Landesholding - sie ist der größte Aktionär der Bank - beschuldigt, sie habe damals "volle Kenntnis des gegenständlichen Sachverhalts" gehabt, den Aufsichtsrat aber darüber nicht informiert und auch den Vorstand nicht auf mögliche Bilanzprobleme hingewiesen. In einem der Anzeige beigestellten Stichprobenverzeichnis vom 4. Februar 2005, das den Vermerk der Confida trägt, tauchen den Verlust betreffende Swap-Positionen auf. Zudem soll Groier seine Schweigepflicht verletzt haben.

Für das Geschäftsleiterqualifikationsverfahren gegen den Hypo-Vorstand dürfte diese Entwicklung kaum Auswirkung haben. Die FMA ermittelt bereits gegen den Vorstand der Hypo Alpe Adria und will dieses Verfahren bis Ende Juli abschließen. Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Kulterer und seinen beiden Kollegen wird es zunehmend enger, winkt ihnen doch die Enthebung aus ihren Vorstands-Positionen.

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