Grüne Wien: Armut bekämpfen statt verdrängen!

Cammerlander kritisiert "Bettlerkampagne" der Wiener Linien

Wien (OTS) - Ein weiteres Beispiel für die Verdrängung von sozialen Missständen ortet Heidi Cammerlander, Sozialsprecherin der Wiener Grünen, anlässlich der aktuellen "Bettlerkampagne" der Wiener Linien. Fahrgäste werden dabei auf das Verbot von "Betteln und Hausieren" innerhalb der öffentlichen Verkehrsmittel hingewiesen. Die KundInnen sollen, so die Wiener Linien, "auffällige" Situationen an die Verantwortlichen melden. "Auch wenn es die Verantwortlichen nicht wahrhaben wollen: Armut existiert - auch in der Hauptstadt eines der reichsten Länder der Welt. Und die Politik ist hier dringend gefordert, diese Armut wirkungsvoll zu bekämpfen, statt sie durch Verbote und Vertreibung verschwinden zu lassen", so Cammerlander.

Ingrid Puller, Grüne Sprecherin für öffentlichen Verkehr und ehemalige Straßenbahnfahrerin rückt die soziale Bedeutung der "Öffis" in den Mittelpunkt: "Leistbare Mobilität ist ein wichtiges Grundbedürfnis für alle, gerade aber für sozial benachteiligte Menschen. Den Wiener Linien kommt somit ein wichtige Rolle im sozialen Ausgleich zu. Gerade hier ist Behutsamkeit nötig. Mit der aktuellen Kampagne werden aber Klischees verstärkt und Menschen gegeneinander ausgespielt".

Puller und Cammerlander fordern die Wiener Linien dazu auf, die laufende Kampagne einzustellen und appellieren an Sozialstadträtin Brauner, Konzepte zu entwickeln, die Armut wirkungsvoll bekämpfen und sozial benachteiligten Menschen den Zugang zu Grundbedürfnissen wie Mobilität ermöglichen.

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