- 28.06.2006, 12:49:23
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Grüne Wien: Armut bekämpfen statt verdrängen!
Cammerlander kritisiert "Bettlerkampagne" der Wiener Linien
Wien (OTS) - Ein weiteres Beispiel für die Verdrängung von
sozialen Missständen ortet Heidi Cammerlander, Sozialsprecherin der
Wiener Grünen, anlässlich der aktuellen "Bettlerkampagne" der Wiener
Linien. Fahrgäste werden dabei auf das Verbot von "Betteln und
Hausieren" innerhalb der öffentlichen Verkehrsmittel hingewiesen. Die
KundInnen sollen, so die Wiener Linien, "auffällige" Situationen an
die Verantwortlichen melden. "Auch wenn es die Verantwortlichen nicht
wahrhaben wollen: Armut existiert - auch in der Hauptstadt eines der
reichsten Länder der Welt. Und die Politik ist hier dringend
gefordert, diese Armut wirkungsvoll zu bekämpfen, statt sie durch
Verbote und Vertreibung verschwinden zu lassen", so Cammerlander.
Ingrid Puller, Grüne Sprecherin für öffentlichen Verkehr und
ehemalige Straßenbahnfahrerin rückt die soziale Bedeutung der "Öffis"
in den Mittelpunkt: "Leistbare Mobilität ist ein wichtiges
Grundbedürfnis für alle, gerade aber für sozial benachteiligte
Menschen. Den Wiener Linien kommt somit ein wichtige Rolle im
sozialen Ausgleich zu. Gerade hier ist Behutsamkeit nötig. Mit der
aktuellen Kampagne werden aber Klischees verstärkt und Menschen
gegeneinander ausgespielt".
Puller und Cammerlander fordern die Wiener Linien dazu auf, die
laufende Kampagne einzustellen und appellieren an Sozialstadträtin
Brauner, Konzepte zu entwickeln, die Armut wirkungsvoll bekämpfen und
sozial benachteiligten Menschen den Zugang zu Grundbedürfnissen wie
Mobilität ermöglichen.
Rückfragehinweis:
Pressereferat Mag. Katja Svejkovsky Tel.: (++43-1) 4000 - 81814 Mobil: 0664 22 17 262 mailto:katja.svejkovsky@gruene.at http://wien.gruene.at
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