Wiener Gemeinderat (3)

Flächenwidmung für Wiener Prater

Wien (OTS) - GR Mag. Andreas Schieder (SPÖ) brachte einen Antrag für den neuen Flächenwidmungsplan für den Wiener Prater ein.

GR Anton Mahdalik (FPÖ) kritisierte die sogenannten "Phantasiezahlen" über die Besucherstatistiken der SPÖ beim Donauinselfest und Praterfest. Dem Prater selber gehe es leider nicht so gut, wie das die SPÖ immer behaupte. Die Freiheitlichen könnten dem Plan nicht zustimmen, da die Rechte und Interessen des Bezirkes vom Rathaus negiert würden. Der Mongon-Plan als Grundlage für das Plandokument sei ambitioniert und enthalte gute Ideen. Die Attraktivierung muss sofort gestartet werden, das erfordere sichere finanzielle Mittel, daher beantragte er ein eigenes jährliches Praterbudget von 10 Millionen Euro.

GR DI Sabine Gretner (Grüne) sprach davon, das Problem sei die fehlende Koordination zwischen den verschiedenen Geschäftsgruppen. Der Masterplan sei unter absoluter Geheimhaltung ausgearbeitet worden, er sei sehr teuer, die Kostenaufstellung nicht transparent. Die Praterunternehmer seien nur mangelnd miteinbezogen worden. Der Flächenwidmungsplan widerspreche teilweise dem Masterplan, vieles was Mongon vorschlage, sei im Flächenwidmungsplan nicht zu finden. Sie beantragte, dass der öffentliche Raum im Wiener Wurstelprater für die Öffentlichkeit jederzeit kostenfrei zugänglich sein müsse. Die Hauptallee und die angrenzenden Grünstreifen müssten erhalten bleiben, die bestehenden Wege sowohl in ihrer derzeitigen Breite als auch mit Baumbestand und Luftraum müssten erhalten bleiben, die maximale Gebäudehöhe sollte mit 22 Meter begrenzt werden.

GR Alfred Hoch (ÖVP) signalisierte die Zustimmung der Volkspartei zum Flächenwidmungsplan. Der Prater sei eine Freizeitoase für Wiener und Touristen. Bei der Modernisierung unter Beibehaltung des typischen Charakters müsse sehr sorgfältig umgegangen werden. Er kritisierte, dass die Praterunternehmer zu wenig in die Planungen miteinbezogen worden seien, immerhin sei der Prater mit 4 Millionen Besuchern und 100 Millionen Umsatz jährlich auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Er beantragte die Entwicklung eines Verkehrskonzeptes, vor allem im Hinblick auf die bevorstehende Fußballeuropameisterschaft. Auch eine Reduzierung der Bauhöhe wurde von ihm beantragt, sowie die Erhaltung des Baumbestandes. (Forts.) fk/vo

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