• 28.06.2006, 12:14:48
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Wiener Gemeinderat (3)

Flächenwidmung für Wiener Prater

Wien (OTS) - GR Mag. Andreas Schieder (SPÖ) brachte einen Antrag
für den neuen Flächenwidmungsplan für den Wiener Prater ein.

GR Anton Mahdalik (FPÖ) kritisierte die sogenannten
"Phantasiezahlen" über die Besucherstatistiken der SPÖ beim
Donauinselfest und Praterfest. Dem Prater selber gehe es leider nicht
so gut, wie das die SPÖ immer behaupte. Die Freiheitlichen könnten
dem Plan nicht zustimmen, da die Rechte und Interessen des Bezirkes
vom Rathaus negiert würden. Der Mongon-Plan als Grundlage für das
Plandokument sei ambitioniert und enthalte gute Ideen. Die
Attraktivierung muss sofort gestartet werden, das erfordere sichere
finanzielle Mittel, daher beantragte er ein eigenes jährliches
Praterbudget von 10 Millionen Euro.

GR DI Sabine Gretner (Grüne) sprach davon, das Problem sei die
fehlende Koordination zwischen den verschiedenen Geschäftsgruppen.
Der Masterplan sei unter absoluter Geheimhaltung ausgearbeitet
worden, er sei sehr teuer, die Kostenaufstellung nicht transparent.
Die Praterunternehmer seien nur mangelnd miteinbezogen worden. Der
Flächenwidmungsplan widerspreche teilweise dem Masterplan, vieles was
Mongon vorschlage, sei im Flächenwidmungsplan nicht zu finden. Sie
beantragte, dass der öffentliche Raum im Wiener Wurstelprater für die
Öffentlichkeit jederzeit kostenfrei zugänglich sein müsse. Die
Hauptallee und die angrenzenden Grünstreifen müssten erhalten
bleiben, die bestehenden Wege sowohl in ihrer derzeitigen Breite als
auch mit Baumbestand und Luftraum müssten erhalten bleiben, die
maximale Gebäudehöhe sollte mit 22 Meter begrenzt werden.

GR Alfred Hoch (ÖVP) signalisierte die Zustimmung der
Volkspartei zum Flächenwidmungsplan. Der Prater sei eine Freizeitoase
für Wiener und Touristen. Bei der Modernisierung unter Beibehaltung
des typischen Charakters müsse sehr sorgfältig umgegangen werden. Er
kritisierte, dass die Praterunternehmer zu wenig in die Planungen
miteinbezogen worden seien, immerhin sei der Prater mit 4 Millionen
Besuchern und 100 Millionen Umsatz jährlich auch ein bedeutender
Wirtschaftsfaktor. Er beantragte die Entwicklung eines
Verkehrskonzeptes, vor allem im Hinblick auf die bevorstehende
Fußballeuropameisterschaft. Auch eine Reduzierung der Bauhöhe wurde
von ihm beantragt, sowie die Erhaltung des Baumbestandes. (Forts.)
fk/vo

Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Diensthabender Redakteur
Tel.: 4000/81 081

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