AMS-Führungspositionen: Antrag der ArbeitnehmerInnen-Seite vertagt

ÖGB-Csörgits: Bestqualifizierte Frauen müssen bestellt werden

Wien (ÖGB) - In der heutigen AMS-Verwaltungsratssitzung erfolgte neuerlich keine Besetzung der noch offenen Führungspositionen. Der Antrag der ArbeitnehmerInnenseite auf Abstimmung wurde abgelehnt, die nächste Sitzung findet am 30. Juni statt - also am Tag vor dem vorgesehenen Dienstantritt. ÖGB-Frauenvorsitzende Renate Csörgits stellt dazu fest: "Die ArbeitnehmerInnen-Seite hat sich bei der Bestellung des AMS-Vorstandes bewegt. Wir verlangen aber, dass bei den zwei noch offenen stellvertretenden Landesgeschäftsführungs-Positionen in der Steiermark und in Oberösterreich die beiden bestqualifizierten AMS-Frauen bestellt werden." ++++

Bei der heutigen Sitzung des AMS-Verwaltungsrates hielt der Vorsitzende fest, er sei nur zu einer Abstimmung der noch offenen Positionen "im Paket und wenn es einen Konsens gibt" bereit. Um diesen Konsens zu erreichen, zeigt sich die ArbeitnehmerInnen-Seite bereit, der Bestellung von Johannes Kopf - dem Wunschkandidat von Wirtschafts- und Arbeitsminister Bartenstein - als AMS-Vorstandsmitglied - zuzustimmen. Unumstößlich bleibt für die ArbeitnehmerInnen-VertreterInnen aber, dass bei der Besetzung der Positionen die Kriterien des Bundes-Gleichbehandlungsgesetzes einzuhalten sind. Deshalb besteht die ArbeitnehmerInnen-Kurie darauf, dass in Oberösterreich Birgit Eder und in der Steiermark Herta Kindermann-Wlasak zur stellvertretenden Landesgeschäftsführerin bestellt werden.

Csörgits dazu: "Die beiden sind die Best-Qualifizierten. Es ist nicht einzusehen, dass die Arbeitgeberseite ihre Bestellung aus politischen Gründen blockiert. Die ArbeitgeberInnen- und Regierungs-Seite muss sich endlich bewegen und der Bestellung zustimmen." Csörgits fordert Arbeits- und Wirtschaftsminister Bartenstein als auch Frauenministerin Rauch-Kallat auf, sich für die Bestellung von Birgit Eder und Herta Kindermann-Wlasak einzusetzen. Csörgits abschließend: "Das Bekenntnis zu mehr Frauen in Top-Positionen muss gelebt werden. Gerade am Ende der österreichischen EU-Präsidentschaft gibt es nun für Österreich den Beweis zu erbringen, dass es zum Europäischen Ziel der gleichen Beteiligung von Frauen und Männern an Entscheidungen steht."

ÖGB, 28. Juni
2006
Nr. 454

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