Rolle des Schienenverkehrs durch Neuausrichtung der europäischen Verkehrspolitik bedroht!

Der Verband der Bahnindustrie setzt sich für eine ungeschmälerte Beibehaltung des hohen Stellenwertes des Schienenverkehrs bei der europäischen Verkehrspolitik ein

Wien (OTS) - Die in den letzten Tagen kolportierte Meldung
"Brüssel will sich in Zukunft nicht mehr in erster Linie auf die Verlagerung des Verkehrs auf Bahn und Schiff konzentrieren" hat ihre Wurzeln in den am 22. Juni 2006 von der EU-Kommission präsentierten Vorstellungen über die künftige Ausrichtung der EU-Verkehrspolitik.

Betreffend die Rolle des Schienenverkehrs zeigt die genaue Analyse der umfangreichen Kommissionsmitteilung zwar weiterhin wichtige Maßnahmen zur Beseitigung technischer Hemmnisse für die Interoperabilität sowie Programme zur Förderung von Güter-Schienenkorridoren, allerdings werden in den bis zum Jahr 2020 reichenden Szenarien nunmehr drastische Marktanteilsverluste für den gesamten Schienenverkehr niedergeschrieben.

Dieser Fehlentwicklung muss jedoch mit einer durchsetzungsstarken Politik entgegen gewirkt werden. Die im Weißbuch zur europäischen Verkehrspolitik aus dem Jahr 2001 unter dem Titel "Wiederbelebung des Schienenverkehrs" festgeschriebenen Ziele in Richtung einer deutlichen Erhöhung der Schienenverkehrs-Marktanteile dürfen nicht bereits nach wenigen Jahren resignativ aufgegeben werden!

Dipl.-Ing. Gottfried Schuster, Präsident des Verbandes der Bahnindustrie: "Österreich hat sowohl im Güter- als auch im Personenverkehr deutlich überdurchschnittliche Marktanteile für den Schienenverkehr realisiert; verbunden mit einer im europäischen Vergleich überproportional starken technologie- und exportorientierten Bahnindustrie ist es für unser Land daher sowohl verkehrs- als auch wirtschaftspolitisch ganz wesentlich, dass die ursprünglichen Ziele der europäischen Verkehrspolitik aus dem Jahr 2001 keinesfalls aufgeweicht werden. Investitionen in den umweltfreundlichen und bei realisierter Kostenwahrheit auch wettbewerbsfähigen Schienenverkehr, schaffen für das an zahlreichen Hauptverkehrsrouten liegende Binnenland Österreich daher stets eine Art Doppeldividende."

Verband der Bahnindustrie (BAHNINDUSTRIE.at)

Der Verband der Bahnindustrie wurde im Oktober 2005 gegründet und vertritt die Interessen der in Österreich aktiven eisenbahntechnischen Industrieunternehmen, die mit einer hohen F&E-Quote von 8,8% überdurchschnittlich innovative Produkte und Systeme weltweit liefern.

Anmerkung:

Die Unterlagen "Weißbuch der europäischen Verkehrspolitik" (aus 2001) sowie die aktuelle Mitteilung der Kommission "Halbzeitbilanz zum Verkehrsweißbuch" (vom 22.06.2006) finden Sie auch auf unserer Website www.bahnindustrie.at (unter "News" als Downloadmaterial beim Artikel zu diesem Thema).

Weiters finden Sie dort auch aktuelles Bildmaterial mit Schienenverkehrsbezug zu Ihrer Verwendung (im Bereich "Aktuelles aus unseren Mitgliedsunternehmen/Fotos" bzw. Direktlink:
www.bahnindustrie.at/show_beitrag.php?menu_id=25&id=25 ).

Rückfragen & Kontakt:

Ing. Ronald Chodász
Geschäftsführer des Verbandes der Bahnindustrie
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www.bahnindustrie.at

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