Greenpeace erfolgreich - ADEG schwenkt um auf nachhaltigen Fischeinkauf

Bericht zu bedrohten Fischarten bewirkt Umdenken bei Österreichs Supermärkten

Wien (OTS) - Wien - Der Greenpeace Bericht 'Ausverkauf der Meere -Bedrohter Fisch in Österreichs Supermärkten' zeigt Wirkung. Adeg -bislang am letzten Platz der von Greenpeace erstellten Rangliste zu finden - will seine Fischeinkaufspolitik künftig nachhaltig gestalten. "Wir begrüßen dies sehr, Adeg hat bereits die bedrohtesten Fischarten aus dem Sortiment genommen. Damit leistet ein weiterer heimischer Supermarkt seinen Beitrag zur Rettung der Meere", zeigt sich Nina Thüllen, Greenpeace Meeresexpertin, erfreut.

Die Unternehmensgruppe Adeg/AGM/Edeka will bis Ende September Grundsätze für einen nachhaltigen Fischeinkauf erarbeiten. Greenpeace liegt ein Zeitplan zur Umsetzung dieses Vorhabens vor. Zudem werden fünf der bedrohtesten Fischarten ausgelistet - Atlantischer Wildlachs, Haie und Hai-Produkte, Hoki, Neuseeländischer St. Petersfisch und Rotbarsch. In Zukunft möchte die Supermarktkette auf ein nachhaltig produziertes Sortiment umstellen. ADEG will dabei insbesondere Fische von der Rote Liste der bedrohten Arten sowie Ware von illegaler und Tiefsee-Fischerei vermeiden.

Greenpeace veröffentlichte Ende Mai den Bericht 'Ausverkauf der Meere - Bedrohter Fisch in Österreichs Supermärkten'. Darin wurden Österreichs Super- und Großmärkte hinsichtlich der ökologischen Verträglichkeit ihrer Fischeinkaufspolitik gereiht. In diesem Ranking nahm Adeg den letzten Platz ein, dicht gefolgt vom Handelshaus Wedl und der Pfeiffer Handels GmbH. Angeführt wurde die Tabelle von Lidl.

Inzwischen steht Greenpeace mit fast allen im Bericht angeführten österreichischen Handelsunternehmen in Kontakt. Mit den meisten konnten bereits Gespräche durchgeführt oder Gesprächstermine vereinbart werden. Nur das Handelshaus Wedl hat sich bis heute nicht mit Greenpeace in Verbindung gesetzt. "Wir appellieren dringend an alle Mitbewerber, dem Beispiel von ADEG und Lidl zu folgen, und klare, nachvollziehbare Schritte hin zu einer nachhaltigen Fischeinkaufspolitik zu setzen", so Thüllen abschließend.

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Dipl.-Biol. Nina Thüllen, Greenpeace Meeresexpertin, Tel. 0664-5484553
mailto: nina.thuellen@greenpeace.at

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