• 23.06.2006, 13:04:44
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  • OTS0174 OTW0174

Grünewald: Vorschläge von ÄK-Präsident Dorner gehen an wesentlichen Problemen vorbei

Grüne fordern mehr Zeit für PatientInnen statt Fließbandmedizin

Wien (OTS) - Die Vorschläge des Wiener ÄK-Präsidenten Dorner nach
mehr Nebenbeschäftigungen für ÄrztInnen und Ausweitung ihres
Berufsbildes in Richtung Apotheker gehen für den Gesundheitssprechers
der Grünen, Kurt Grünewald, an den wesentlichen Problemen vorbei.
"Dr. Dorner argumentiert wirr und unverständlich: Entweder ÄrztInnen
sind überlastet und arbeiten an der Grenze zum 'burn out' oder man
empfiehlt ihnen, als private UnternehmerInnen und
'PseudoapothekerInnen' tätig zu werden. Beides zusammen geht nicht".

"Humane Arbeitsbedingungen und mehr Zeit für die PatientInnen statt
Fließbandmedizin sind das einzig richtige Ziel. Schaukämpfe im
Vorfeld von Kammer- und anderen Wahlen stellen keine glaubwürdige
Gesundheitspolitik dar. Eine verschärfte Gegnerschaft zwischen Kassen
und Ärztekammern erhöht nur den Spielraum der politischen
Sparefrohs", befürchtet Grünewald.

Viele Klagen der ÄrztInnen sind berechtigt, jedoch nur durch eine
langfristig gesicherte Finanzierung der Kassen und eine zeitgemäße
leistungsbezogene Bezahlung von notwendigen Diagnose- und
Therapieverfahren zu beseitigen.
"Eine Flucht in den kassenfreien Raum mit Rosinenpicken und die
Ausweitung auf Tätigkeiten anderer Berufsgruppen gefährden die
notwendige Einheit aller Gesundheitsberufe. Ich wende mich strikt
gegen die Vernachlässigung von ärztlichen Kernaufgaben", erläutert
Grünewald.

Kassen und Ärzteschaft müssen sich auf ihr gemeinsames Interesse
besinnen: die Finanzierbarkeit eines Gesundheitssystems, das dem
Fortschritt der Medizin gerecht wird, allen den Zugang zu notwendigen
Leistungsangeboten fair garantiert und erlaubt, auf psychosoziale
Probleme der PatientInnen einzugehen. "Gesundheitspolitik darf sich
nicht in Kammerpolitik erschöpfen und ist mehr als der restriktive
Umgang mit Versicherungsbeiträgen durch die Kassen", so Grünewald.

Rückfragehinweis:
Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

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