Wiener Zeitung: Abseits

Wien (OTS) - Wenn der Vulkan ausbricht

Die Situation für die italienischen Nationalmannschaft ist unangenehm. Gerade am Tag des Spiels der Spiele gegen Tschechien fällt in Italien eine andere Entscheidung, die viele Spieler betreffen wird. Die Anklagen im Manipulationsskandal, von den Medien liebevoll "Moggiopoli" genannt, sollen bekanntgegeben werden. Allerdings erst nach Börsenschluss und damit nach dem Gruppenspiel. Gleichzeitig spricht sich herum, dass Trainer Marcello Lippi das Nationalteam verlassen wird. Für die Mannschaft, in der es schon seit einiger Zeit brodelt, könnte die zu erwartende Gefühlseruption verhängnisvoll sein.

Die Reserve-Spieler fühlen sich schon jetzt ausgegrenzt, allen voran Alessandro Del Piero und Pippo Inzaghi. Die Stammspieler fürchten dagegen eine Systemumstellung. Lippi, so munkelt man, will sein wichtigstes Match á la Trapattoni spielen lassen - mit einem 4-4-2 statt des üblichen 4-1-2-1-2. Opfer der Umstellung könnte Superstar Francesco Totti werden. Die "squadra azzurra" ist in Aufruhr, noch bevor die WM in die heiße Phase gelangt ist. Wann bricht der Vulkan aus?

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