Nikolaus Prinz: Debatte um schulische Integration nicht parteipolitisch vereinnahmen

Wien (ÖVP-PK) - Die schulische Integration von Behinderten ist ein viel zu wichtiges Thema, um es parteipolitisch zu vereinnahmen, appellierte heute, Mittwoch, der ÖVP-Abg. Nikolaus Prinz im Rahmen der Plenardebatte an die Opposition, nicht so zu tun, als würde es seit vielen Jahren keine notwendigen Anpassungen im Integrationsbereich geben. "Wir von der Volkspartei stellen uns ständig diesen Herausforderungen. Dabei sind die Wahlfreiheit der Eltern und die Suche nach den besten Ausbildungsmöglichkeiten für das Kind Hauptschwerpunkte für neue politische Rahmenbedingungen", so Prinz. ****

Eine Evaluierung der bestehenden Ausbildungsangebote für behinderte Kinder und eine umfassende Prüfung der schulischen Integration in Bezug auf Wünsche und Bedürfnisse der Kinder, Eltern und Lehrer ist zu begrüßen. "Denn Forderungen aufzustellen bzw. immer wieder neue Wünsche zu deponieren ist eine Sache, ob sie aber auch den Bedürfnissen der Menschen entsprechen, oft eine andere", forderte Prinz die Opposition auf, sich die Zeit zu nehmen, um auf die zu hören, die aus persönlicher Erfahrung wissen, was wir bei der schulischen Integration und der Vorbereitung der Jugendlichen auf den Arbeitsmarkt noch verbessern können.

Sowohl im Gleichstellungs- als auch in einigen Schulpaketen wurden immer wieder Adaptierungen zur besseren Integration in Schule und Berufsausbildung gesetzt. Allen voran hat die "Integrative Berufsausbildung" herzeigbare Erfolge für Behinderte am Arbeitsmarkt gebracht, verwies Prinz auf die hohe Anzahl jener Lehrverträge, die allein im vergangenen Jahr direkt mit Unternehmen abgeschlossen wurden. "Wien macht auch hier wieder eine Ausnahme: denn in Wien finden behinderte Jugendliche ausschließlich in überbetrieblichen Einrichtungen eine ordentliche Berufsausbildung!", so der ÖVP-Abgeordnete. Gute Erfahrungen gibt es im Rahmen der dualen Ausbildung auch bei der Teilqualifizierung. "Gerade bei der Diskussion um eine Weiterführung der Integrationsklassen über die 9. Schulstufe hinaus muss der Erwerb einer Teilqualifizierung ein wesentlicher Schwerpunkt sein. Denn es muss uns allen ein Anliegen sein, diese jungen Menschen gezielt auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten", schloss Prinz.
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