LHStv. Strutz: Fortführung des Naturparks Dobratsch steht nichts im Wege

Regionalmanagement könnte Verwaltungsagenden, Bürobetrieb und Projektabwicklung übernehmen - Argumentation des Vereins Naturpark Dobratsch nicht nachvollziehbar

Klagenfurt (LPD) - Enttäuscht von der Ankündigung, dass der Verein Naturpark Dobratsch mit 1. Juli seinen Betrieb einstellen will, zeigte sich heute, Mittwoch, Naturschutzreferent LHStv. Martin Strutz. Für ihn ist die Argumentation des Vereins nicht nachvollziehbar, denn seitens des Landes Kärnten seien bislang über 650.000 Euro in den Naturpark Dobratsch investiert worden. "Dem Land die Schuld zuzuweisen, dass dieses Projekt nicht mehr weiterentwickelt werden könne, ist geradezu perfid. Offensichtlich geht es darum, einzelne Personen um jeden Preis zu halten, aber nicht darum, Strategien zur erfolgreichen Weiterführung zu entwickeln", betonte Strutz.

Das Land habe sich nie geweigert, sinnvolle Projekte nach Möglichkeit finanziell zu unterstützen, allein die Summe von über 650.000 Euro spreche wohl eine deutliche Sprache, so der Naturschutzreferent. Außerdem sei klar kommuniziert worden, dass auch für künftige Projekte Mittel zur Verfügung stehen werden. Allerdings seien Personalkosten in Höhe von rund 100.000 Euro pro Jahr nicht länger vertretbar. "Dies vor allem dann, wenn man berücksichtigt, dass seitens des hoch dotierten Managements kein umfassendes Maßnahmenpapier mit klaren Projektbeschreibungen und zugehörigen Finanzplänen vorgelegt wurde", sagte der Naturschutzreferent.

Schwer nachvollziehbar ist für Strutz auch, dass das angeblich erfolgreichste touristische Projekt der letzten Jahre bis heute keine spürbaren Einnahmen erbracht habe. Mit der Einstellung des laufenden Betriebes sowie dem Abbruch aller Projekte zu drohen, sei unnötig, da es seitens des Landes sehr wohl Lösungsvorschläge gegeben habe. Die Verwaltungsagenden, der Bürobetrieb bzw. die Betreuung und Abwicklung der Projekte könnten sofort vom Regionalmanagement übernommen werden. Immerhin sei die ohnehin vom Land bezahlte Assistenz der Geschäftsführung bei Stadt-Umland Kooperation angestellt. Einer kontinuierlichen Fortführung, vor allem aber positiven Weiterentwicklung, stehe daher nichts im Wege.

Für Strutz steht der Naturpark Dobratsch keinesfalls vor dem Aus, allerdings nehme er zur Kenntnis, dass die Verantwortlichen mehr am Festhalten an Positionen interessiert seien, als an dringend einzuleitenden positiven Entwicklungen für die ganze Region. (Schluss)

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