Schierhuber: Stabilität und Sicherheit für unsere Landwirte

Viel fraktionsübergreifendes Lob für EU-Ratsvorsitzenden Josef Pröll

Brüssel, 21. Juni 2006 (ÖVP-PD) "Auch und gerade für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum war die österreichische EU-Ratspräsidentschaft ein Garant für Stabilität und Sicherheit. Ich möchte mich daher bei Josef Pröll als Ratsvorsitzendem für seinen Einsatz und die erfolgreiche Zusammenarbeit im letzten halben Jahr bedanken. Der Rat hat bewiesen, dass er das Parlament ernst nimmt -die erfolgreiche Bilanz des Ratsvorsitzes im Bereich der Agrarpolitik erntete damit zu Recht fraktionsübergreifend großes Lob", sagte heute, Mittwoch, Österreichs Bauernvertreterin im Europäischen Parlament, Agnes Schierhuber, nach der Abschlusspräsentation des österreichischen Landwirtschaftsministers Josef Pröll im Agrarausschuss des Europäischen Parlaments. ****

"Österreich nimmt in vielen landwirtschaftlichen Bereichen europaweit eine Vorreiterrolle ein, besonders in der Ländlichen Entwicklung, aber auch bei Biomasse und Bioenergie. Diesen Vorreiterstatus müssen wir jetzt auch nach der Ratspräsidentschaft beibehalten und in Europa Vorreiter einer auf Nachhaltigkeit basierenden EU-Agrarpolitik sein", forderte Schierhuber. So biete beispielsweise Energiegewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen eine umweltschonende und effiziente Alternative zu fossilen Brennstoffen:
"Energie aus Biomasse hat Zukunft - egal ob sie aus Pflanzenölen, Rapsdiesel, Holz oder Biogas gewonnen wird. Die Erzeugung erneuerbarer Energie eröffnen den Bauern und Bäuerinnen in der EU neue Einkommensfelder. Diese neuen Einkommenschancen bieten wiederum die Chance zur Sicherung und Schaffung von Beschäftigung im ländlichen Raum. Und das hält den ländlichen Raum lebendig und lebenswert", sind sich Schierhuber und Pröll einig.

"Ein ländlicher Raum ist aber nur mit einer funktionierenden Landwirtschaft möglich. Daher freue ich mich über die Frohbotschaft mit der Josef Pröll in dieser Woche vom EU-Agrarministerrat in Luxemburg heimgekehrt ist. Die EU hat Österreich zur Finanzierung der ländlichen Entwicklung für die kommenden sieben Jahre 3,5 Milliarden Euro zugesagt. Das ist um knapp 300 Millionen Euro mehr als ursprünglich erwartet. Für Investitions- und Bildungsförderung sind alleine 130 Millionen vorgesehen", freut sich Schierhuber über das großartige Ergebnis. Lebensminister Pröll will das Model der Ländlichen Entwicklung aber auch global umgesetzt wissen: "Europa darf der WTO im Agrarbereich keine weiteren Zugeständnisse mehr machen. Wir brauchen Ausgewogenheit und Parallelität - jetzt sind die anderen Staaten gefordert. Wichtig ist dabei, dass die EU mit einer Stimme spricht", so der EU-Ratsvorsitzende vor den Abgeordneten im Agrarausschuss.

"Wir konnten bei der Gemeinsamen Marktordnung für Flachs und Hanf gute Ergebnisse auf europäischer Ebene erzielen. Das ist ein gutes Zeichen für Bauern, die auf derartige Produktionsnischen angewiesen sind, wie zum Beispiel bei mir im Waldviertel", sagte Schierhuber. "Sonderkulturen müssen einen höheren Stellenwert bekommen und entsprechend gefördert werden. Beim jüngsten informellen Rat im Waldviertel vor rund zwei Wochen hat Österreich bewiesen, dass es in der Landwirtschaft viel zu bieten hat und sich traut, eben auch auf Nischen und Sonderkulturen umzusteigen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben", so Schierhuber abschließend.

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