Niederwieser: Regierung soll unverzüglich Gesetzesvorlage für Senkung der Klassenschülerzahlen vorlegen

Wien (SK) - SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser brachte am Mittwoch im Nationalrat einen Entschließungsantrag für die Herabsetzung der Klassenschülerhöchstzahlen ein. Niederwieser forderte die Bildungsministerin auf, dem Nationalrat unverzüglich eine Gesetzesvorlage vorzulegen, die eine Klassenschüleranzahl von höchstens 25 Schüler pro Klasse in allen Schulen vorsehe. Der Abgeordnete forderte die Bereitstellung der dafür notwendigen Lehrer-und Lehrerinnenposten, sowie ein adaptiertes Schulentwicklungs- und -bauprogramm für die Allgemeinbildenden Schulen und Höheren Schulen zu erarbeiten. Für Sonderschulen und integrative Klassen forderte Niederwieser eine Senkung der Klassenschüler um 20 Prozent. ****

Ein optimales Schulsystem sei die optimale Förderung eines jeden Kindes, so der SPÖ-Bildungssprecher. "Voraussetzung für individuelle Förderung sind Klassen mit Gruppengrößen, die das Eingehen auf einzelne Schüler ermöglichen.", erklärte Niederwieser. Die letzte offizielle Schulstatistik, die die Klassenschülerzahl ausweise, stammt aus dem Jahr 2001/2002. Neuere Daten seien Dank der Bundesministerin nicht bekannt, beklagte Niederwieser dieses bildungspolitische Versäumnis der Regierung.

Amon (ÖVP-Bildungssprecher) und Rossmann (BZÖ-Bildungssprecherin) würden nicht die sofortige Änderung beantragen, sondern lediglich Gespräche, kritisierte Niederwieser. Und Ministerin Gehrer schiebe eine Senkung der Klassenschülerhöchstzahlen bereits seit 2003 auf die lange Bank, merkte Niederwieser an. Die Lehrerfinanzierung müsse der Bund tragen, so Niederwieser abschließend. (Schluss) da

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