Häupl: "Die SPÖ ist in einer veritablen Krise"

Wiens Bürgermeister Michael Häupl im NEWS-Interview: "Die Chance auf den Wahlsieg ist schlecht, aber nicht weg."

Wien (OTS) - Der Wiener Bürgermeister und SP-Chef Michael Häupl bekennt im NEWS-Interview offen: "Ja, die SPÖ ist in einer veritablen Krise. Die Chance auf den Wahlsieg ist schlecht, aber nicht weg. Man sieht ja, wie schnell etwas passieren kann. Und kein Mensch sagt, dass so etwas nur der SPÖ passieren kann. Die Siegesgewissheit und die Arroganz der ÖVP trägt auch den Keim der Niederlage in sich." Entscheidend für die Wahl sei nicht der Bawag-Skandal, denn im Herbst werde "nicht ein neuer Bawag-Vorstand gewählt, sondern die Bundesregierung. Darüber ist zu reden."

Bis zum Nachweis rechtlich unkorrekter Handlungen des früheren ÖGB-Präsidenten Fritz Verzetnitsch sollte die SPÖ von sich aus, meint Häupl, "keinen Schritt eines Ausschlusses setzen. Ja, es gibt Wut, Zorn und Enttäuschung. Es sind ja, vom Bundesvorsitzenden angefangen, alle Vertrauenspersonen der Partei gelaufen und haben hervorragende Arbeit geleistet. Da sind wir stabil vier Prozent vor der ÖVP gelegen, und heute liegen wir stabil vier Prozent dahinter. Aber Ausschluss oder nicht: Es ist ehrlich gesagt wurscht, der Schaden ist ja schon passiert. Jeder weiß, Fritz Verzetnitsch hat in ganz hohem Ausmaß dieses Debakel zu verantworten, er ist mit Herrn Elsner Hauptverantwortlicher, wenn die SPÖ die Wahl nicht gewinnt."

Wahlziel der SPÖ bleibe es, stimmenstärkste Partei zu werden: "Das ist der Kernpunkt. Und wenn es 39 zu 38 ist, soll es mir auch recht sein."

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