BAK Basel Economics: "International Benchmark Report 2006" - Westeuropa: Regionen ausserhalb der Metropolen holen auf

Basel (ots) - Die Metropolen Westeuropas haben vom dot.com Boom während der zweiten Hälfte der 90er Jahre überdurchschnittlich profitiert. Dies ist nun vorbei. Der Wachstumsvorsprung der Metropolen ist verschwunden: ihr Bruttoinlandsprodukt hat von 2000-2005 um 1,6% pro Jahr zugenommen, nicht mehr als der westeuropäische Teil der EU, der Schweiz und Norwegens insgesamt.

Der wachstumsmässige Gleichstand der Metropolitanregionen mit der Gruppe der intermediären und ländlichen Regionen Westeuropas im Zeitraum 2000-2005 ist auf folgende Faktoren zurückzuführen:

- Die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien treiben das allgemeine Wirtschaftswachstum immer noch an, nun aber verstärkt auch in den Wirtschaftsräumen ausserhalb der Metropolitanregionen.

- Die auf Metropolen konzentrierten Finanzdienstleistungen haben sich zwar nach der Börsenbaisse 2000-2003 wieder erholt, das Wachstum fällt aber immer mehr ausserhalb Westeuropas an.

- Die wettbewerbsfähigsten Technologiestandorte sind häufig ausserhalb der grossen Metropolen zu finden: Sie profitieren überdurchschnittlich vom Investitionsboom in Asien und Nordamerika.

- Eine auf Ausgleich bedachte Regionalpolitik auf nationaler und europäischer Ebene bemüht sich zusätzlich um die Stützung des Wachstums ausserhalb der Metropolitanregionen.

Das räumlich ausgeglichenere Wirtschaftswachstum ist nicht nur positiv zu werten: Neues Wissen wird in erster Linie in den Hochschulinstituten der Metropolitanregionen verschiedenster Grösse generiert und dort in entsprechenden Clustern rasch in neue, rentable Produkte und letztlich Arbeitsplätze umgesetzt. Westeuropa braucht dringend mehr Wertschöpfungs- und Arbeitsplatzwachstum, was nur zu haben ist, wenn die Metropolitanregionen ihre Rolle als Wachstumsleader wieder spielen können.

Deutschland, Italien, aber auch Frankreich, Belgien und Niederlande). In Regionen in Ost- und Mitteleuropa profitieren Unternehmen von einer nach wie vor sehr günstigen Lohnkostenbasis, unterstützt durch eine liberale Wirtschaftspolitik. Dies gilt eingeschränkt auch für Unternehmen in spanischen und griechischen Regionen.

Die ausführliche Pressemitteilung und Beispiele aus dem International Benchmark Report 2006 sind auf
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