Gutes und sachliches Gespräch zwischen Bundespräsident Dr. Heinz Fischer und US-Präsident George W. Bush

Wien (OTS) - Bundespräsident Dr. Heinz Fischer hat heute vor dem eigentlichen Gipfeltreffen zwischen der Europäischen Union und den USA US-Präsident George W. Bush in der Präsidentschaftskanzlei zu einem bilateralen Gespräch empfangen. An dem Gespräch nahmen u.a. auch die Außenministerinnen Coudoleeza Rice und Ursula Plassnik teil. Gesprächsthemen waren u.a. die bilateralen Beziehungen zwischen Österreich und den USA, das Gefangenenlager Guantanamo, die Situation im Irak, das Verhandlungsangebot an den Iran, die Entwicklung am Westbalkan und die Beziehungen Europas zu den USA.
Bundespräsident Dr. Heinz Fischer bedankte sich einleitend für den Beitrag der Vereinigten Staaten zur Befreiung Österreichs vom Nationalsozialismus und für die großzügige wirtschaftliche Aufbauhilfe nach dem 2. Weltkrieg. US - Präsident George W. Bush fand umgekehrt lobende Worte für die Großzügigkeit Österreichs gegenüber hunderttausenden Ungarn, die 1956 nach der Niederschlagung der Ungarischen Revolution ihr Land verlassen mussten und in Österreich Aufnahme fanden.
Was das Problem Guantanamo betrifft, das von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer als heikler Punkt und schwieriges Problem in den Beziehungen zwischen der EU und den USA bezeichnet wurde, räumte Präsident Bush ein, dass es sich tatsächlich um ein schwieriges Problem handelt, bei dem auch an den Schutz amerikanischer Bürger gedacht werden müsse "aber wir werden es lösen". Vor allem gelte es auch, eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofes der USA in dieser Frage abzuwarten. Was den Iran und die Atomfrage betrifft, äußerte sich US-Präsident Bush positiv über die Zusammenarbeit mit der Europäischen Union, Russland und China, wobei nunmehr viel von der Antwort des Iran abhängen wird.
Die Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union und den USA ist nach Meinung des amerikanischen Präsidenten gut und entwicklungsfähig.
Die Erläuterungen von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer bezüglich der Entwicklung am Westbalkan nahm US-Präsident Bush mit Interesse zur Kenntnis, wobei er vor allem die wirksamen Beiträge Österreichs für eine Stabilisierung des Balkans hervorhob.

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