Bures: Pensionsverluste noch höher als bisher angenommen - 800-Euro-Pension verliert bereits 714 Euro jährlich

Neuer Pensionisten-Index erfordert Korrektur der berechneten Pensionsverluste nach oben

Wien (SK) - SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures erklärte zu den neuesten Zahlen des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, wonach die Durchschnittspensionen von 2000 bis 2004 etwas mehr gestiegen sind als die Durchschnittsgehälter: "Das ist die eine Wahrheit. Die andere Wahrheit ist, dass eine Durchschnittspension durch über Jahre hinweg nicht erfolgte Anpassungen an die Inflation erheblich an Wert verloren hat." Seit Montag sei durch die Vorlage des neuen Preisindex für Pensionistenhaushalte klar, dass die Verluste der Pensionisten durch die fehlenden Pensionsanpassungen durch die Regierung Schüssel noch höher seien als bisher angenommen -nämlich um nochmals 100 Euro pro Jahr. ****

Auf Basis des neuen Preisindex für Pensionisten gerechnet, ist eine 800 Euro-Brutto-Pension des Jahres 2000 heuer um monatlich 51 Euro weniger wert. Das ergibt einen Gesamtjahresverlust von 714 Euro. Bisher sei man davon ausgegangen, dass eine 800 Euro-Brutto-Pension "nur" 607 Euro im Jahr an Kaufkraft eingebüßt hat.

Während die Preissteigerungen für Pensionisten in den Jahren 2001 bis 2005 11,6 Prozent betrugen (die Teuerung für Durchschnittsverbraucher lag bei 10,6 Prozent), sind die Pensionen im selben Zeitraum nur um 5,5 Prozent gestiegen. Daraus ergeben sich Einbußen bei der Kaufkraft von mehr als sechs Prozent.

Bures gab weiters zu Bedenken, dass es kein Ruhmesblatt für die Regierung sei, wenn die Pensionen "auf dem Papier" in den letzten Jahren um 0,05 Prozent mehr gestiegen sind als die Löhne. Denn beim Lohnwachstum ist Österreicher bekanntermaßen im EU-Vergleich (EU 25) in den letzten fünf Jahren vom 10. auf den 20. Platz abgerutscht. In den Jahren 2001 (minus 0,4 Prozent) und 2005 (minus 0,1) hat es für die österreichischen ArbeitnehmerInnen sogar Reallohnverluste gegeben.

SPÖ gibt Garantie für Werterhaltung der Pensionen ab

"Die Pensionspolitik der Regierung ist geprägt von ständigem Kaufkraftverlust für Pensionisten auf der einen Seite und von Kürzungen der zukünftigen Pensionen um bis zu 30 Prozent auf der anderen Seite", so Bures.

"Das alljährliche Feilschen um die Anpassung der Pensionen muss ein Ende haben", so die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin. Die Pensionen sollen fix mit der Teuerungsrate erhöht werden. Bures gab deshalb "eine Garantie für die Werterhaltung der Pensionen" ab, wenn die SPÖ mit Alfred Gusenbauer den nächsten Bundeskanzler stellt. (Schluss) wf

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