Wiener Biosphärenparkgesetz im Umweltausschuss beschlossen

Sima: "Erhalt der biologischen Vielfalt und nachhaltige Nutzung des Wienerwalds gesichert"

Wien (OTS) - Das Wiener Biosphärenparkgesetz wurde am Mittwoch im Umweltausschuss beschlossen. "Nach der Anerkennung durch die UNESCO ist mit dem Gesetz nun die nachhaltige Entwicklung des wohl einzigartigen Natur- und Kulturraums Wienerwald gesichert. Der Biosphärenpark Wienerwald ist ein ideales Instrument zur nachhaltigen Nutzung des Lebensraumes und zur Erhaltung der natürlichen Vielfalt, es ist dies ein umweltpolitischer Meilenstein", begrüßt SPÖ-Umweltstadträtin Ulli Sima den heutigen Beschluss. Das Gesetz muss nun noch vom Landtag beschlossen werden. Im Gegensatz zum Nationalpark ist in einem von der UNESCO definierten Biosphärenpark eine Nutzung des Waldes nicht ausgeschlossen, sondern erlaubt -außerhalb der Kernzone - eine ressourcenschonende und nachhaltige Nutzung.

9.957 ha des Biosphärenparks Wienerwald in Wien

Mit dem Gesetz wird der in Wien gelegene Teil des Wienerwaldes zum Biosphärenpark erklärt, einbezogen werden dabei bestehende Natur-und Landschaftsschutzgebiete sowie als Entwicklungszone besiedelte Gebiete im 13., 14., 16., 17., 18., 19. und 23. Bezirk. Der Wiener Teil des Biosphärenparks beträgt 9.957 ha, er hat damit 9,4 % der Gesamtfläche, die sich auf 105.645 ha beläuft. Auf niederösterreichischem Gebiet liegen 51 Gemeinden im Biosphärenpark. "Ziel ist die Entwicklung einer Modellregion für eine ökologisch, ökonomisch und soziokulturell nachhaltige Entwicklung auf regionaler Ebene", erläutert der Vorsitzendes des Umweltausschusses, SPÖ-Gemeinderat Erich Valentin. Von der UNESCO wurde der Biosphärenpark Wienerwald als 6. in Österreich gelegene Biosphärenpark letzten Juli anerkannt. Rund 75.000 Wienerinnen und Wiener wohnen künftig im Biosphärenpark Wienerwald.****

Einteilung in Kernzone, Pflegezone und Entwicklungszonen

Der Biosphärenpark Wienerwald wird im Gesetz unter Einbindung der Bevölkerung in eine Kernzone, eine Pflegezone und in eine Entwicklungszone eingeteilt. In der Kernzone ist land- und forstwirtschaftliche Nutzung verboten, sie beläuft sich auf 372 ha Waldfläche. In der Pflegezone steht der Schutz der Kulturlandschaft -vor allem die Erhaltung der Landwirtschaft - im Vordergrund. Zu den Entwicklungszonen zählen jene Bereiche, die weder Kern- noch Pflegezone sind, dort werden Ansprüche von Mensch und Natur im Zuge von modellhaften Nutzungsweisen gleichermaßen berücksichtigt.

UNESCO-Anerkennung: Auszeichnung und Herausforderung

Der Biosphärenpark Wienerwald gehört damit zu den 482 weltweit herausragenden Gebieten in 102 Staaten, die das Netzwerk Biosphärenpark bilden. "Der Status ist eine Auszeichnung, aber auch Herausforderung und Verpflichtung, denn es gilt diverse Nutzungsansprüche im Wienerwald mit den Bedürfnissen der Natur abzustimmen, ökologische, kulturelle als ökonomische Entwicklungen in Einklang zu bringen", betont Sima.

Für Wien bietet der Biosphärenpark zahlreiche Chancen, neben dem nachhaltigen Schutz des Wienerwaldes gibt es auch touristische Impulse und neue Vermarktungschancen von regionalen Produkten", so Valentin abschließend. (Schluss) vor

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