Cerwenka: Mängel im Bildungssystem verursachen hohe Drop-out-Rate

Sowohl bei der Förderung lernschwacher wie begabter SchülerInnen gibt es Defizite

St. Pölten, (SPI) - Massive Mängel im Bildungssystem verursachen hohe Drop-out-Raten. Zu diesem Schluss kommt die Arbeiterkammer auf Grund einer eben veröffentlichten Studie. Jahr für Jahr scheiden zahlreiche Jugendliche aus dem Bildungssystem aus. Rund 6 Prozent der 15- bis 16-Jährigen seien davon betroffen. "Außerdem haben laut der Analyse des IHS 9 Prozent der 15- bis 24-Jährigen des Jahres 2003 keine über den Pflichtschulabschluss hinausgehende Ausbildung! In den 90er Jahren konnte dieser Wert von 13 auf 9 Prozent gesenkt werden -aber seit dem Jahr 2000 gibt es keinerlei Verbesserungen mehr! Die Schlüsse die die Arbeiterkammer daraus zieht, sind an Deutlichkeit nicht mehr zu überbieten. Weil man in Österreich seit dem Jahr 2000 zusieht wie immer mehr Jugendliche aus dem Bildungssystem ausscheiden, während andere europäische Regierungen erfolgreich die weiterführende Bildung forcieren, bringt Österreich nicht nur die jungen Menschen um ihre Zukunft, sondern auch das Land um die benötigten hoch qualifizierten Fachkräfte der Zukunft", so der Bildungssprecher der SPNÖ, LAbg. Helmut Cerwenka.****

"Die von der AK aufgezeigten Mängel verdeutlichen, was wir bereits seit Jahren einmahnen! Bereits 10-Jährige werden in ‚gut und schlecht’ getrennt und dann in die jeweilige Schule geschickt, bzw. Leistungsgruppen zugeordnet. Aber nicht nur die schwächeren SchülerInnen werden in diesem System mangelhaft gefördert, ebenso krankt es an der Förderung der Begabten", führt Cerwenka aus. Die Bildungspolitik von Ministerin Gehrer hat auf der ganzen Linie versagt. Nach den verheerenden Ergebnissen der PISA-Studie ist das nun nur der nächste Schritt. "Zugleich wird im EU-Zwischenbericht ‚Allgemeine und berufliche Bildung 2010’ bestätigt, dass in Österreich in den letzten Jahren zu wenig in Bildung und Ausbildung der jungen Leute investiert wurde! Es ist ganz einfach zu wenig Geld im Bildungssystem! Mit ständigen Einsparungen und Kürzungen bei den Lehrerstunden und bei Zusatzangeboten, einer schleichenden Erhöhung der Schülerzahlen und einer Einschränkung der Förderungen ist eben kein gutes Bildungssystem machbar", fordert Cerwenka einen Kurswechsel.
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