ÖAMTC: Schüler aus brennendem Bus gerettet - Club sieht Autoindustrie gefordert

Einbau automatischer Löschsysteme für alle Fahrzeuge muss endlich Standard werden

Wien (OTS) - 60 Schüler konnten sich gestern Nachmittag noch rechtzeitig aus einem brennenden Bus retten. Das Fahrzeug ging zur Gänze in Flammen auf. "Die betroffenen Kinder sind gerade noch einer Katastrophe entgangen. Dass es von Seiten der Industrie so großen Widerstand gegen den Einbau lebensrettender Löschsysteme gibt, ist in Anbetracht der ständig steigenden Anzahl an hilflos verbrannten Opfern nach Fahrzeugbränden unverantwortlich", kritisiert ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang. Er sieht die Autoindustrie gefordert, endlich zu handeln. Ganz abgesehen davon, dass niemand nachvollziehen kann, warum trotzt Serienreife der Löschsysteme nicht gehandelt wird.

Der Club fordert, dass alle Pkw, Lkw und Busse mit automatischen Löschanlagen ausgerüstet werden. Erstens wird dadurch ein Brand im Motorraum rasch entdeckt und gelöscht, zweitens kann Feuer nach einem Unfall auch dann bekämpft werden, wenn die Fahrzeugpassagiere dazu nicht mehr in der Lage sind. Autofahrern rät der ÖAMTC, unbedingt 2-kg-Norm-Feuerlöscher mitzuführen.

Effektiver Brandschutz muss Standard werden

Um die europaweite Standardisierung voranzutreiben, hat der ÖAMTC anlässlich der EU-Ratspräsidentschaft Österreichs ein Brandschutz-Paket geschnürt:

Der ÖAMTC fordert darin von der EU die Festlegung genormter Halterungen für 2-kg-Norm-Feuerlöscher. Derzeit scheitert der Einbau von Feuerlöschern oft daran, dass im Fahrzeuginneren die Beinfreiheit des Beifahrers eingeschränkt wird. Im Kofferraum montierte Handfeuerlöscher nehmen viel Platz in Anspruch und können bei unsachgemäßer Montage im Falle einer Notbremsung zum gefährlichen Geschoß werden.

"Setzt man die Forderungen des ÖAMTC auf nationaler und EU-Ebene um, könnten über 90 Prozent der Fahrzeugbrände vermieden bzw. die Folgen minimiert werden", ist Lang überzeugt.

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