Niederwieser appelliert an Gehrer: Probleme im Bildungsbereich ernst nehmen

Herabsetzung der Klassenschülerzahlen auf Dauer gefordert

Wien (SK) - Die Ergebnisse der Pisa-Studie müssen ernst genommen werden, appellierte SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser am Mittwoch im Nationalrat an Bundesministerin Gehrer. "Frau Bundesministerin, ich bitte Sie wirklich, die 20 Prozent ernst zu nehmen, die keine Chance haben." Die Senkung der Klassenschülerzahlen würden von der SPÖ nicht, wie ÖVP-Bildungssprecher Amon behauptet, nur für ein Jahr gefordert, stellte Niederwieser klar. "Wir wollen, dass im Schulorganisationsgesetz die Zahlen auf Dauer auf 25 herabgesetzt werden. Wir wollen die sofortige Beschließung und die Umsetzung im Herbst."****

Es gelte, "die Lehrer, die jetzt in Pension gehen", nachzubesetzen und "nicht Stellen zu kürzen". "Verträge, die auslaufen, müssen verlängert werden", so Niederwieser. Das "auf die Straße stellen" von 1.500 Lehrern sei der falsche Weg, betonte der Bildungssprecher.

Es steht in der Bundesverfassung ganz klar: "Die Kosten für die Pflichtschullehrer trägt der Bund. Der Bund muss seine Verantwortung wahrnehmen." Für das Alter der Lehrer in der Steiermark sei nicht LH Voves verantwortlich.

"Wenn es Plätze an den Allgemeinen Höheren Schulen braucht, dann ist es Aufgabe der öffentlichen Hand dafür zu sorgen, diese zur Verfügung zu stellen und nicht neue Privatschulen zu gründen und über die Hintertür Schulgeld einzuführen." Die ÖVP wolle Schulgeld, die SPÖ will den Ausbau der öffentlichen Schulen, betonte Niederwieser den Unterschied zwischen ÖVP und SPÖ.

Auch im Bereich der Lehrstellen gehe die Bundesregierung den falschen Weg. "Geld für Firmen" bringe einen Mitnahmeeffekt von 50 Prozent, so Niederwieser. Unser Vorschlag lautet: "Öffnen wir die Berufsschulen, machen wir Berufsbildungszentren daraus, wo in Form dualer Systeme eine qualifizierte Facharbeiterausbildung angeboten wird."
"Sie wollen Geld für die Betriebe, wir Geld für die Berufsschulen", so Niederwieser weiter.
"Wir zeigen wie es geht, und ich bin sicher, wir werden auch die Gelegenheit dafür bekommen", betonte der Abgeordnete abschließend. (Schluss) da

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