Gehrer: SPÖ macht alles nur schlecht - wir arbeiten für die Zukunft unserer Jugend

ÖVP-Bildungsministerin in der Aktuellen Stunde: SPÖ hängt Uralt-Modellen nach - Realität zeigt anderes Bild als das, das die SPÖ gerne hätte

Wien (ÖVP-PK) - ~

Die Rede des SPÖ-Vorsitzenden Dr. Alfred
Gusenbauer war ein Beispiel für "schlecht reden, schlecht machen", konterte Bildungsministerin Elisabeth Gehrer in der Aktuellen Stunde des Nationalrats dem SPÖ-Chef. Dieser habe von "möglichst schlechten Schulen" gesprochen. "Damit desavouieren Sie alle Lehrerinnen und Lehrer in Österreich, die beste Arbeit leisten. Das haben sich diese nicht verdient." ****

"Die Bildung ist die wichtigste Grundlage für die Entwicklung der Gesellschaft und der Wirtschaft", verwies Gehrer auf die sich positiv entwickelnde Wirtschaft und die wachsende Exportquote. "Die jungen Menschen sind gerüstet für die Arbeitswelt und sie finden Arbeit -das ist die beste Bestätigung für unser vielfältiges Angebot im Bildungsbereich."

Die Ministerin zeigte sich verwundert, dass die SPÖ eine einzige Studie, die sich mit einem bestimmten Wissensbereich beschäftigt, auf das gesamte Bildungswesen umlegt. Das österreichische Bildungswesen habe seine Ziele in einer gesamthaften Persönlichkeitsbildung. Dazu gehöre die Wissenskompetenz und dass sich junge Menschen in der Schule wohl fühlen. Gehrer verwies auf eine WHO-"Feel good"-Studie, wonach sich Österreichs Schülerinnen und Schüler in den Schulen sehr wohl fühlen. Eine Fessel-Studie vom Mai 2006 belegt zudem, dass 90 Prozent der Bevölkerung mit dem Schulsystem zufrieden oder sogar sehr zufrieden sind. "90 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher können sich nicht irren, Herr Dr. Gusenbauer!" Eine Focus-Studie vom Juni 2006 habe zudem die gute Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer bestätigt. 90 Prozent sind mit der Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer zufrieden. Und eine Studie, die vom renommierten Schweizer Institut für Management-Entwicklung IMD gemacht wurde, spricht davon, dass Österreich in der Bildung top ist. Man müsse all diese Rückmeldungen berücksichtigen.

Verwundert zeigte sich die Ministerin auch darüber, dass die SPÖ die heutige Aktuelle Stunde mit dem Zusatztitel "SPÖ-Alternativen" bezeichnete. Sie verwies dabei auf das SPÖ-Papier "Startklar". "Sie wollen eine Gesamtschule, wo alle Kinder in einen Topf geworfen werden. Wir wollen das nicht, und 80 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher wollen das auch nicht." Die SPÖ wolle eine "Inklusion" und sogar eine gemeinsame Oberstufe. "Wir wollen, dass unsere guten berufsbildenden Schulen und unsere guten Gymnasien erhalten bleiben und diese nicht zusammenlegen. Sie wollen die Leistung abschaffen. Wir wollen hingegen ein gewisses Leistungsdenken in unseren Schulen haben. Die Bundesregierung will nicht, dass die Leistung im Schulwesen keine Bedeutung hat."

"Wir haben von den Vorschlägen der Zukunftskommission bereits 22 Bereiche umgesetzt", zeigte sich die Ministerin neugierig, ob die SPÖ dem Vorschlag der Kommission, die Schülerhöchstzahl in die Kompetenz der einzelnen Schulen zu geben, zustimmen werde. "Das werden wir Ihnen anstelle einer zentralen Verordnung vorschlagen." Die SPÖ wolle hingegen von oben verordnen und hänge einem alten Zentralismus nach. SPÖ-Bildungssprecher Niederwieser meinte gestern, dass wir nicht mehr Lehrerinnen und Lehrer brauchen und habe damit bestätigt, dass wir genug Lehrer haben, um die Klassenschülerzahlen zu senken. Gehrer: "Ich nehme das gerne zur Kenntnis."

Das Schulbudget ist seit 1995 um 24 Prozent, das Gesamtbudget um 15 Prozent gestiegen. Wir haben in die Universitäten investiert und eine Forschungsoffensive gestartet. Investitionen gab es auch in die EDV-Ausstattungen der Schulen. Gehrer verwies auf 70 Millionen Euro für spezielle Investitionen in die Weiterentwicklung der verschiedenen Schulbereiche. Über eine Milliarde Euro sei nur für Schulbauten ausgegeben worden. "Wir haben mehr Lehrerinnen und Lehrer für mehr Schülerinnen und Schüler in den weiterführenden Schulen", verwies die Ministerin auf den Finanzausgleich. Sie, Gehrer, habe zusätzlich dafür gesorgt, dass für kleine Standorte zwölf Millionen Euro dazu kamen. 330 Dienstposten seien für eine Sprachoffensive dazu gekommen.

"Wir haben in den letzten Jahren zielorientiert die Selbstständigkeit, die Autonomie der Schulen ausgebaut. Die ÖVP wird weiterhin das differenzierte Schulsystem ausbauen und dafür sorgen, den Jugendlichen die beste Bildung zu bieten, bei der wir eine 100prozentige Durchlässigkeit haben. In Österreich gibt es keinen Bildungsabschluss ohne einen Anschluss. Wir sorgen weiter dafür, dass die Kinder in ihrer Persönlichkeit entwickelt und jedem Kind individuelle Chancen gegeben werden."

Zudem habe sich die duale Ausbildungspartnerschaft als äußerst positiv erwiesen, und "wir werden die Unternehmen weiter unterstützen, dass sie die jungen Menschen in diesen wichtigen Bereichen ausbilden", so Gehrer zur Rede Niederwiesers.

Anlässlich des Ende des Schuljahres dankte die Ministerin abschließend allen Lehrerinnen und Lehrern in Österreich für ihre Arbeit. Sie, Gehrer, werde auch weiterhin die Lehrerinnen und Lehrer bei ihrer Arbeit optimal unterstützen.
(Schluss)

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