Gusenbauer in "Aktueller Stunde": Klassenschülerzahlen unverzüglich auf 25 absenken

"Ideologisch verbohrte ÖVP verbaut die Zukunft unserer Kinder"

Wien (SK) - Die Forderung der SPÖ nach unverzüglicher Absenkung der Klassenschülerhöchstzahl auf 25 untermauerte SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer im Rahmen der Aktuellen Stunde im Nationalrat zum Thema Bildungspolitik. Die SPÖ wird heute auch eine namentliche Abstimmung zu einem diesbezüglichen SPÖ-Antrag beantragen. Heftige Kritik übte Gusenbauer an der Bildungspolitik der ÖVP: "Die ideologisch verbohrte ÖVP verbaut die Zukunft unserer Kinder und blockiert mit ihren ideologischen Ladenhütern eine dringend notwendige Reform der Bildungspolitik", kritisierte der SPÖ-Vorsitzende am Mittwoch. Mit den verzopften Ideen der Bundesregierung sei "keine Zukunft zu machen", es sei hoch an der Zeit, "dass der ÖVP die Verantwortung für die Bildung aus der Hand genommen wird", unterstrich Gusenbauer. ****

Die SPÖ nehme die Sorgen, Ängste und Nöte der Eltern ernst und verfüge über die geeigneten Maßnahmen, um die Chancen unserer Kinder zu mehren. Für die SPÖ sei klar: "Wer heute das beste Bildungssystem hat, wird morgen auch das höchste Lohnniveau haben", so der SPÖ-Chef, der davor warnte, dass unserem Land der "materielle Abstieg droht", da Österreich in der Bildungspolitik derzeit an der 20. Stelle liegt. Neben der Absenkung der Klassenschülerhöchstzahlen gelte es auch, 100.000 zusätzliche Ganztagsschulplätze zu schaffen, forderte Gusenbauer. Doch die ÖVP stehe diesem "Gebot der Stunde ignorant" gegenüber und betreibe eine "Politik der Verdrängens", so die harsche Kritik des SPÖ-Vorsitzenden. Die Devise der Bundesregierung laute offenbar "Sitzenbleiben in der Bildungspolitik", so Gusenbauer wörtlich.

Fast noch schockierender als die desaströsen PISA-Ergebnisse sei die Tatsache, dass die Bundesregierung die Reformfreiheit, die sich aus der Abschaffung der Zwei-Drittel-Mehrheit ergeben hat, nicht genutzt hat, machte Gusenbauer klar. Statt dringend notwendige Reformen Platz greifen zu lassen, wolle Gehrer weitere LehrerInnenposten einsparen - es sei unerträglich, dass die Schüssel-Partei "auf dem Rücken unserer Kinder spart". Die Alternativen hin zu einer besseren, chancenmehrenden Bildungspolitik lägen auf dem Tisch - neben der SPÖ habe auch die Zukunftskommission gute Vorschläge gemacht, die von allen Experten anerkannt würden -doch die ÖVP unter Gehrer blockiere jeden Fortschritt, so Gusenbauers Plädoyer für ein Ende der ideologischen Bildungspolitik. "Ihre Ideen sind von vorgestern - treten Sie ab!", so Gusenbauer abschließend in Richtung Regierungsbank. (Schluss) mb

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