Broukal: Gehrer ist das Schlusslicht im öffentlichen Vertrauen

Katastrophe der Pflichtschulen stoppen

Wien (SK) - "Ich akzeptiere die Statistik von Bundesministerin Gehrer, dass 90 Prozent der Eltern mit der Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer zufrieden sind, ich bin es auch, aber dann soll Gehrer auch die Statistik akzeptieren, die zeigt, dass 59 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher mit der Arbeit von Gehrer unzufrieden sind. Darüber sollte man reden", betonte SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal am Mittwoch im Nationalrat. Die Bundesregierung werde dafür sorgen, dass Österreichs Pflichtschulen im September 1.500 LehrerInnen weniger zur Verfügung stehen als derzeit: "Die Katastrophe der Pflichtschulen wird weitergehen", kritisierte Broukal, der die Regierung aufforderte "auf diesem Weg umzukehren und die 1.500 Lehrerkündigungen der kommenden Monate nicht stattfinden zu lassen". ****

Gehrer sei im öffentlichen Vertrauen das Schlusslicht dieser Bundesregierung und im Politikerradar des OGM kämpfe sie mit Strache und Westenthaler um die Schlusslichtposition, zeigte Broukal auf. "Und dann traut Gehrer sich, sich hier herzustellen und zu behaupten, dass sie ihre Sache gut macht", wunderte sich der SPÖ-Wissenschaftssprecher. Niemand in Österreich glaube, dass die Bildungspolitik von Gehrer gut sei.

"Top die Wette gilt! Wir haben noch einige Stunden Zeit, und wenn Sie bereit sind mit uns einen Gesetzesantrag auszuarbeiten, der die Klassenschülerhöchstzahl mit 25 Schülerinnen und Schülern festschreibt, dann sind wir dabei", so Broukal in Richtung Amon. Die SPÖ fordert von der Bundesregierung, noch in diesem Sommerferien den Bedarf an zusätzlichen Lehrern für die Klassenschülerhöchstzahl von 25 zu erheben und im September an den Schulen neu durchzustarten:
"Mit Klassen, die klein genug sind, dass Unterrichten wieder Freude macht und dass Schule wieder Freude macht."

In den letzten Monaten habe Broukal in 20 Bildungsveranstaltungen in der Steiermark keinen einzigen Lehrer getroffen, der mit der Schule in der jetzigen Form zufrieden sei. Er habe auch keine Mutter getroffen, die gesagt hätte, dass es genug Förderkurse und freiwillige Übungen gäbe. "Ich treffe immer nur Menschen, die sagen, dass vor zehn Jahren die Schule noch in Ordnung gewesen ist", unterstrich Broukal, der zudem darauf aufmerksam machte, dass es zuwenig junge LehrerInnen gibt und es an männlichen Lehrern mangelt. (Schluss) sk

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