ÖAMTC: Immer wieder Schwierigkeiten mit abgelaufenem Pickerl im Ausland

Probleme vor allem in Ungarn und Slowenien - Einreise wird oft verweigert

Wien (OTS) - In Österreich haben Autofahrer vier Monate nach
Ablauf des "Pickerls" Zeit, die fällige Fahrzeugbegutachtung nachzuholen. "Rechtliche Konsequenzen gibt es deswegen - auch wenn es fälschlicherweise immer wieder behauptet wird - keine. Es darf weder eine Strafe verhängt werden, noch ein Nachteil im Schadensfall entstehen", erklärt ÖAMTC-Juristin Verena Hirtler.

Im Ausland ist aber scheinbar alles anders. Obwohl die "technische Fahrzeugüberwachung" bezüglich der periodischen Überprüfungen prinzipiell dem Recht des Landes unterliegt, in dem das Auto zugelassen ist, kommt es oft zu erheblichen Schwierigkeiten mit abgelaufenen Pickerln.

"Vor allem an der ungarischen oder slowenischen Grenze kommt es immer wieder zu massiven Problemen", sagt die Club-Juristin. "Verärgerte Kraftfahrer berichten uns laufend, dass ihnen mit Hinweis auf ein angeblich abgelaufenes 'Begutachtungspickerl' die Einreise verweigert wurde." Vielerorts gelten keine oder kürzere Toleranzfristen als in Österreich. "Häufig wird gleich eine Geldstrafe verhängt, die aber keinesfalls eingehoben werden dürfte", weiß Hirtler. Oder das Fahrzeug muss zu einer technischen Untersuchung in eine vom Beanstandungsort oft weit entfernt liegende Prüfstelle. "Im schlimmsten Fall werden noch vor Ort die Kennzeichen abgenommen. Auch das ist leider keine Seltenheit", weiß die ÖAMTC-Expertin.

Abgelaufenes Pickerl unbedingt noch vor der Urlaubsfahrt erneuern

Der ÖAMTC hat bereits vor Jahren das österreichische Verkehrsministerium ersucht, die ausländischen Ministerien auf die rechtswidrige Vorgangsweise ihrer Behörden hinzuweisen. "Momentan kann man sich nur sinnvoll schützen, indem man eine fällige Begutachtung vor Antritt der Urlaubsfahrt nachholt", sagt ÖAMTC-Juristin Verena Hirtler. Und ergänzt: "Ein Fahrzeug muss sich unabhängig von der Laufzeit des aktuellen Pickerls immer in einem verkehrs- und betriebssicheren Zustand befinden. Dies gilt selbstverständlich auch innerhalb Österreichs. Denn ein noch nicht abgelaufenes Pickerl sagt nichts über den aktuellen Fahrzeugzustand aus."

Sollte es wegen eines abgelaufenen Pickerls im Ausland zu Problemen kommen, empfiehlt die Club-Juristin, mit der Einsatzzentrale der ÖAMTC-Nothilfe unter der Telefonnummer +43 (0)1 25 120 00 Kontakt aufzunehmen. Von dort wird die Verbindung zum diensthabenden ÖAMTC-Juristen hergestellt.

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