ÖBB: Aufsichtsrat beschließt Organisationsanpassung und Vorstands-Bestellungen

Zimmermann wechselt in die ÖBB-Infrastruktur Bau AG, Schiefer neu im Vorstand der ÖBB-Infrastruktur Betrieb AG, Organisationsanpassung zur Schärfung des Aufgabenprofils

Wien (OTS) - In seiner heutigen Sitzung hat der Aufsichtsrat der ÖBB-Holding AG die Bestellung von DI Dr. Alfred Zimmermann in den Vorstand der ÖBB-Infrastruktur Bau AG, die Bestellung von Mag. Arnold Schiefer in den Vorstand der ÖBB-Infrastruktur Betrieb AG und die Organisationsanpassung zwischen den beiden Infrastrukturgesellschaften, die einen Wechsel von rund 4.500 Mitarbeitern bringen wird, genehmigt. Die entsprechenden Beschlüsse wurden letzte Woche in den Aufsichtsratssitzungen der beiden Infrastrukturgesellschaften getroffen. Zimmermann wird sein Vorstandsmandat in der ÖBB-Infrastruktur Betrieb AG per 30. Juni 2006 zurücklegen.****

In Bezug auf die Vorstandsbestellungen sprachen Wolfgang Reithofer, Vorsitzender des Aufsichtsrates der ÖBB-Holding AG, und Martin Huber, Sprecher des Vorstandes der ÖBB-Holding AG und Vorsitzender der Aufsichtsräte der ÖBB-Infrastruktur Bau AG sowie der ÖBB-Infrastruktur Betrieb AG, heute Nachmittag von einer "optimalen Lösung für den ÖBB-Konzern". Insbesondere sei es gelungen, die Bestellungen aus dem Expertenpool der ÖBB heraus vorzunehmen, für eine kontinuierliche Weiterführung der Arbeit im Konzern zu sorgen und insgesamt zu einer zukunftsorientierten Lösung der Vorstandsfragen zu kommen. "Wir sind überzeugt, die Ziele für 2010 erreichen zu können", so ÖBB-Chef Huber.

Neuer Vorstand der ÖBB-Infrastruktur Bau AG

DI Dr. Alfred Zimmermann war von 2003 bis 2004 Vorstandsdirektor der ÖBB zuständig für Infrastruktur und wurde 2004 in den Vorstand der ÖBB-Infrastruktur Betrieb AG bestellt. Seit 17. Jänner 2006 war Zimmermann zusätzlich zu seiner Funktion in der ÖBB-Infrastruktur Betrieb AG auch interimistisch Mitglied des Vorstandes der ÖBB-Infrastruktur Bau AG. Zimmermann wird in seiner neuen Funktion unter anderem die Bereiche Netz-Strategie und Netz-Entwicklung, Investitionsmanagement, Bahn-Technik, Bau und Instandhaltung, den Immobilienbereich, IT und Beschaffung von Lieferungen verantworten. Sein Vorstandsmandat läuft bis 31. Dezember 2010. Der Vorstand der ÖBB-Infrastruktur Bau AG setzt sich damit aus Mag. Gilbert Trattner, DI Dr. Georg Michael Vavrovsky und DI Dr. Alfred Zimmermann zusammen.

Neuer Vorstand der ÖBB-Infrastruktur Betrieb AG

Mag. Arnold Schiefer war seit September 2005 Gesamtkoordinator für das Projekt Hauptbahnhof Wien in der ÖBB-Infrastruktur Bau AG. In seiner neuen Funktion wird er unter anderem für den Geschäftsbereich Verschub, Management Services (Controlling, Finanz- und Rechnungswesen, Einkauf, IT und Strategie) und Human Resources, verantwortlich sein. Seine Funktionsperiode läuft bis 31. Dezember 2010. Der Vorstand der ÖBB-Infrastruktur Betrieb AG setzt sich damit aus DI Peter Klugar und Mag. Arnold Schiefer zusammen.

Optimierung der Schnittstellen

Der Aufsichtsrat der ÖBB-Holding AG hat sich in seiner heutigen Sitzung insbesondere der Frage der Optimierung der Schnittstellen und der Schärfung des Aufgabenprofils der Infrastrukturgesellschaften angenommen. Der ÖBB-Infrastruktur Betrieb AG obliegt insbesondere die marktorientierte, professionelle Betriebsführung der Schieneninfrastruktur. Die ÖBB-Infrastruktur Bau AG ist vor allem für die Planung, Errichtung und Anlagenbereitstellung verantwortlich.

Der Aufsichtsrat hat daher den Wechsel von rund 4.500 Mitarbeitern aus den Bereichen Bahnbau und Netztechnik in die ÖBB-Infrastruktur Bau AG genehmigt und der Gründung der Netz- und Streckenentwicklung GmbH als gemeinsame Tochter der beiden Infrastrukturgesellschaften zugestimmt. Diese soll noch heuer ihre Arbeit aufnehmen und die Infrastrukturentwicklung und Infrastrukturplanung im Interesse der beiden Gesellschaften koordinieren und durchführen.

Reithofer: Reorganisation auf hohem Tempo

Im Anschluss an die Sitzung stellte Wolfgang Reithofer klar, dass der interne Reorganisationsprozess nun "mit hohem Tempo" umgesetzt werden müsse, der Fokus auf Kundenorientierung und Qualitätsverbesserung müsse weiter geschärft werden. "Die ÖBB müssen sich im liberalisierten Markt und in einer wesentlich verschärften Wettbewerbssituation behaupten und brauchen dafür ein Expertenteam, das den Konzern kennt und auf das Ziel 2010 eingeschworen ist". Es würden noch laufend Anpassungsmaßnahmen für eine effiziente Strukturierung des Konzerns notwendig sein. Insbesondere gelte es auch, die Optimierung der Schnittstellen zwischen allen Bereichen weiter zu forcieren. Mit den aktuellen Bestellungen und der Organisationsanpassung seien "zukunftsorientierte Entscheidungen" getroffen worden, so der Vorsitzende des Aufsichtsrates.

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