Vladyka: Ausgaben für den Bereich Soziales wachsen

Immer mehr Menschen sind in Notlagen oder akut von Armut betroffen

St. Pölten, (SPI) - "Ein zukunftsfähiger Sozialstaat mit fairen Chancen für alle soll Sicherheit in einer bewegten Welt schaffen! Das heißt für mich, dass es ein dynamisches Politikverständnis erfordert, um den Sozialstaat laufend zu modernisieren. Eine moderne Sozialpolitik darf daher nicht auf eine‚ arme Leute Politik’ reduziert werden, sondern sie muss die gesamte Bevölkerung absichern und jedem die gleichen Chancen gewähren", so die Sozialsprecherin der SPNÖ, LAbg. Christa Vladyka, anlässlich der Budgetdebatte im NÖ Landtag. Der Sozialbericht zeigt auf, dass immer mehr Menschen von Armut betroffen oder zumindest armutsgefährdet sind. In Österreich sind bereits 1.044.000 Menschen in der traurigen Lage, mit einem Einkommen von monatlich weniger als 785 Euro auskommen zu müssen. 460.000 Menschen davon leben in akuter Armut. Seit dem Jahr 2000 bedeutet das einen Anstieg um 58,6 %.****

Besonders armutsgefährdet sind Frauen, vor allem Alleinerzieherinnen und Pensionistinnen. "Es sind keine Einzelschicksale mehr, von denen hier die Rede ist! Die Zahl der einmaligen Hilfen des Landes ist laut dem Sozialbericht um 4,5 % gestiegen, die Zahl der Dauerhilfen sogar um 50,2 %! Dazu kommt noch die Hilfe in besonderen Lebenslagen, hier kann mit Sachleistungen, Geldleistungen oder unverzinslichen Darlehen geholfen werden. Diese Beihilfen sind seit dem Jahr 2000 sogar um 374 % angestiegen", so die Mandatarin weiter.

Ebenso wichtig wie die Unterstützung in finanziellen Notlagen ist die Hilfestellung in Krisensituationen. "Die Frauenhäuser erfüllen eine unverzichtbare Funktion! In den letzten 5 Jahren mussten insgesamt 2.066 Frauen und Kinder diese Hilfe in Anspruch nehmen. Auch hier stieg die Höhe der notwendigen Förderungen massiv", erläutert Vladyka. "Immer mehr Menschen sind außerdem durch ihre Einkommenssituation von Wohnungsverlust bedroht. Die im vergangenen Jahr begonnene Einrichtung der Delogierungsprävention ist hier eine wichtige Hilfe. Ebenso unverzichtbar ist die Schuldnerberatung. Auch hier ist eine Steigerung von 32 % bei den Erstberatungen und sogar 71 % bei den Folgeberatungen zu verzeichnen. Bereits jeder 8. Klient ist zudem unter 25 Jahre alt", so Vladyka weiter.
"Dass die Zahl der Menschen in Notlagen ständig dramatisch ansteigt, ist aus dem uns heute vorliegenden Voranschlag klar abzulesen. Aber es darf nicht hingenommen werden, dass immer mehr Menschen Hilfe brauchen! Wir müssen vielmehr das Übel an der Wurzel packen! Eine gute Bildung und Ausbildung und eine aktive Arbeitsmarktpolitik sind hier Grundvoraussetzungen. Das Prinzip muss die Verteilungsgerechtigkeit sein! Unser Ziel muss es sein, soziale Grundrechte für alle statt Almosen für wenige zu schaffen", so LAbg. Vladyka abschließend.
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