Messner (KPÖ): "Erwarte mir ein machtvolles Zeichen für Frieden, Demokratie und soziale Gerechtigkeit"

Wien (OTS) - "Ein machtvolles Zeichen für Frieden, Demokratie und soziale Gerechtigkeit" erwartet sich KPÖ Bundessprecher Mirko Messner von der morgen in Wien stattfindenden "Stop Bush, Stop War" Demonstration, die von einer breiten Aktionseinheit organisiert wird.

Zugleich weist Messner auf eine oft wenig beachtete Facette des Kriegs der USA und ihrer Allierten im Irak hin: "Während Wirtschaft und KonsumentInnen unter den hohen Ölpreisen, der nichtzuletzt wegen des andauernden Kriegs im Irak gestiegen ist, leiden, profitiert die Ölbranche. Über die Verflechtungen der Familie Bush, von US-Vizepräsident Dick Cheney, der viele Jahre lang Vorstandsvorsitzender von Halliburton war, und der Bin-Laden Familie wird aber nur wenig geredet."

Faktum ist, dass Halliburton - trotz gegenteiliger Erklärungen der offiziellen US-Politik - über Jahre fragwürdige Geschäfte mit dem Irak und dem Iran gemacht hat, was auch zu Kritik in der US-Öffentlichkeit führte. Faktum ist gleichfalls, dass Halliburton als einer der großen Profiteure des "Wiederaufbaus" im Irak, sofern von einem solchen überhaupt gesprochen werden kann, bezeichnet werden kann. So hat sich der Börsenkurs des Unternehmens zwischen 2003 und 2006 von rund 20 US$ auf derzeit über 70 US$ auch mehr als verdreifacht.

Hinzuweisen, so Messner, ist auch darauf, dass auf den irakischen Militärbasen der USA katastrophale Zustände für tausende Vertragsarbeiter herrschen. Möglich ist dies dadurch, da viele Arbeiten von Privatunternehmen, wie z.B. Halliburton oder dessen Zweigfirma Kellogg Brown & Root (KBR), verrichtet werden. KBR wiederum hat einen Großteil ihrer Aufträge an über 200 Subunternehmen weitergegeben. Ende 2005 waren rund 50000 Menschen im Irak für die US-Army auf der Basis von Privatkontrakten tätig. Laut Medienberichten werden die betroffenen ArbeiterInnen vor allem von südostasiatischen und arabischen Firmen eingestellt, für die Arbeitsrechte ein Fremdwort sind. Selbst Untersuchungen der US-Armee haben gezeigt, dass es generelle Praxis vieler dieser Firmen ist, ArbeiterInnen unter falschen Versprechungen in den Irak zu locken, sowie für den Job und den Transport übermäßige Gebühren zu kassieren.

Infos zur Demonstration "Stop Bush, Stop War - Für Frieden, Demokratie und soziale Gerechtigkeit" finden sich unter www.stopbush.at

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