Sacher: Niederösterreich versteht sich als Kulturland

Kulturbudget des Landes ist gute Grundlage

St. Pölten, (SPI) - "Dass Niederösterreich sich als Kulturland versteht, zeigt sich deutlich im Voranschlag des Landesbudgets. 116 Millionen Euro oder 2 % des Budgets lässt das Land Niederösterreich sich den Sektor Kultur kosten. Das bedeutet eine Erhöhung um 11 Millionen Euro gegenüber dem Voranschlag des letzten Jahres und gegenüber dem Rechnungsabschluss 2005 immerhin noch ein Plus von 8 Millionen Euro", zeigt sich der Kultursprecher der SPNÖ und Zweite Präsident des NÖ Landtages, LAbg. Ewald Sacher, anlässlich der Budgetdebatte im NÖ Landtag erfreut über den hohen Stellenwert der Kultur in Niederösterreich. "Ein kleiner Wehrmutstropfen ist es allerdings, dass Niederösterreich im Bundesländervergleich mit den Kulturausgaben pro Kopf leider nicht im Spitzenfeld liegt, sondern bloß im Durchschnitt rangiert", schränkt Sacher ein.****

"Der Kulturbegriff ist äußerst vielfältig. Nicht bloß die menschliche Kreativität, das künstlerische Schaffen in den verschiedensten Sparten ist gemeint, vielmehr ist Kultur auch von Menschen gestaltete Landschaft und Umwelt, Stichwort Stadt- und Dorferneuerung oder Denkmalpflege und Kultur ist auch gesellschaftliche Kultur bis hin zur politischen Kultur. Das alles kann man nicht budgetieren, nicht in Zahlen festschreiben, vielmehr sind hier die verschiedensten Bereiche kulturwirksam", so Sacher weiter. "Der Umgang mit Kunst und Kultur heißt aber vor allem auch den Umgang mit den Menschen, den KünstlerInnen und Intellektuellen des Landes. Hier hat sich die Bundespolitik höchst negativ, auch auf das Bundesland Niederösterreich ausgewirkt. Man denke nur an die fehlende soziale Absicherung der KünstlerInnen oder die restriktive Kulturpolitik. Man könnte hier fast von einer ‚Morakiade’ der Kulturpolitik sprechen -sie ist nur leider kein Festival, sondern für viele KünstlerInnen ein Drama", kritisiert Sacher.

"Das Land Niederösterreich kennt auch noch einen anderen Kulturbegriff, jenem im Sinne der Organisation von Kultur oder besser des Kulturbetriebes. Hier wurde mit der NÖ Kulturwirtschaft GmbH ein gut funktionierendes Organisationsmodell geschaffen. Die NÖ Tonkünstler, das Donaufestival, das Festspielhaus, die Kunstmeile Krems, das Landestheater und die Bühne im Hof sind hier ebenso eingebunden wie Carnuntum und die Schallaburg. Ein wunderbares Spektrum kommt auch in den vielen Sommerfestivals im NÖ Theatersommer zum Ausdruck. Darüber hinaus dürfen wir auch die zahlreichen privaten Initiativen nicht vergessen, die ebenfalls von Landesseite gefördert werden. Hier vermissen wir allerdings noch den echten Willen zur Umschichtung, durch die Verstärkung der individuellen Förderung der KünstlerInnen, höhere Dotierung von Förderpreisen und vermehrte Ankäufe wären in diesem Bereich wesentliche Verbesserungen möglich", führt Sacher aus.

"Kultur kostet Geld, keine Kultur zu haben, kostet viel mehr. Der Leitsatz der NÖ Kulturwirtschaft lautet: ‚Unser Auftrag ist es, der Kultur ihre Freiheit zu geben.’ Ich füge hinzu: Unsere Verpflichtung ist es, der Freiheit von Kunst und Kultur eine gute Basis zu geben", so LT-Präs. Sacher abschließend.
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