ÖGB-Liechtenstein-Millionen: Strache: Dreistigkeit der Gewerkschaftsspitze ist nicht mehr zu überbieten

Gusenbauer hat längst abgedankt - Über Neugründung der Gewerkschaft nachdenken

Wien (OTS) - "Die Vorgänge rund um den ÖGB werden immer absurder", erklärte heute FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache zu den Enthüllungen über die in Liechtenstein gehorteten Gewerkschaftsmillionen.

Die Dreistigkeit der ÖGB-Spitze sei wirklich nicht mehr zu überbieten, meinte Strache. Im Grunde könne man durch die Erfahrungen der letzten Wochen und Monate geradezu einen "ÖGB-Reflex" diagnostizieren: "Zuerst wird alles abgestritten; dann wird ein klein wenig zugegeben; und zuletzt stellt sich heraus, daß jeder von Anfang an Bescheid wußte." Bei den 440 Millionen Euro in Liechtenstein verhalte es sich gewiß nicht anders. "Man darf gespannt sein, wie viele Millionen der angeblich so hoch verschuldete Gewerkschaftsbund noch rund um den Globus verteilt in seinem Besitz hält."

Daß diese Gelder im Ausland geparkt worden seien, bezeichnete Strache als skandalös. Es passe aber genau zur Mentalität, die auch die BAWAG an den Tag gelegt habe. "Unterstützung von Raubtierkapitalismus und Transferierung österreichischen Vermögens ins Ausland - das ist der ÖGB von heute. Es ist eine Schande." Daß SPÖ-Chef Gusenbauer dazu ein solches Schweigen an den Tag lege, wie man es sonst nur von Schweigekanzler Schüssel gewohnt sei, bezeichnete Strache als Ausdruck eines schlechten Gewissens. "Gusenbauer hat offenbar längst abgedankt." Wenn jemand wie der SPÖ-Chef behaupte, daß es "Zeit zu teilen" sei, wirke das nur mehr lachhaft. Gusenbauer solle seinen Parteimitgliedern auch erklären, wie man eine Reichensteuer fordern könne, während sich gleichzeitig die eigenen Parteifreunde unter Mitwirkung der ÖVP als Steuerflüchtlinge betätigen.

Der ÖGB müsse sich jetzt an Haupt und Gliedern erneuern, forderte Strache. Österreichs Arbeitnehmer hätten ein Recht auf eine seriöse Vertretung. Penthouse-Bonzen und Luxus-Linke, denen ihre Weinsammlung wichtiger sei als das Wohl und Wehe der kleinen Leute, hätten in einer Gewerkschaft nichts verloren und seien eine Schande für die Sozialdemokratie. Sollte eine grundlegende Reform an den Begehrlichkeiten dieser Gestalten scheitern, müsse man sich andere Schritte überlegen. Das könne bis hin zur Neugründung der Gewerkschaft führen. Deshalb sei es notwendig, über eine Arbeitnehmervertretung jenseits des ÖGB nachzudenken. Eine solche neue Arbeitnehmervertretung hätte dann auch die Chance, von Anfang an überparteilich zu agieren und sich nicht wie der ÖGB als verlängerter Arm der SPÖ und Futtertrog für Bonzen zu definieren.

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