"MONITOR": ERP-Studie - SAP fordert Partner zum Lernen auf

"Viele haben noch viel zu lernen" - Studienleiter Weiss fordert bessere Kundenbetreuung - Zeitplan- und Budgetüberschreitung besonders schwerwiegend

Wien (OTS) - Gerade für die großen ERP-Anbieter sei die Qualität des Implementierungspartners ein entscheidender Faktor für die Kundenzufriedenheit, erklärte Robert Leitner, Director SMB & Alliances bei SAP Österreich, bei der kürzlich erfolgten Präsentation der österreichischen ERP-Zufriedenheitsstudie 2006. "Und viele Partner haben noch viel zu lernen", fügte Leitner hinzu.

In einer Diskussionsrunde interpretierten 15 VertreterInnen von ERP-Softwareanbietern und Implementierungspartnern die Ergebnisse der ERP-Zufriedenheitsstudie, die vom Schweizer IT-Consulter i2s in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) und dem MONITOR heuer zum zweiten Mal in Österreich durchgeführt worden war. "Für uns als Medium ist es ein zentrales Anliegen, den IT-Markt für unsere Leser transparent zu machen", erklärte MONITOR-Chefredakteur Rüdiger Maier. Wie im Vorjahr haben auch diesmal die kleinen ERP-Anbieter besser abgeschnitten als die großen.

In diesem Zusammenhang richtete Studienleiter Christoph Weiss einen Appell vor allem an die größeren Anbieter, besser auf ihre Kunden einzugehen. "Nehmen Sie das ernst, dann haben Sie zufriedene Kunden. Die Kleinen beschäftigen sich intensiver mit ihren Kunden, weil sie weniger haben." Gleichzeitig rief Weiss dazu auf, dass die ERP-Anbieter noch mehr ihrer Kunden zur Teilnahme an der Studie motivieren sollen, damit sich die Datenbasis weiter verbessere und etwa auch branchenspezifische Auswertungen möglich werden.

Auch Kunden "in die Pflicht nehmen"

Als besonders schädlich für die Kundenzufriedenheit hätten sich auch Zeitplan- und Budgetüberschreitungen bei den Projekten erwiesen, so der Tenor mehrerer Wortmeldungen. Gerade im Hinblick auf die Projektdisziplin müssten aber auch die Kunden in die Pflicht genommen werden, betonte Helmuth Rath, Geschäftsführer von proALPHA Austria.

Von den Kunden wurde die Studie im Allgemeinen sehr gut aufgenommen, waren sich die Diskutanten einig, obschon so mancher erst entsprechend motiviert werden musste. Vereinzelt seien auch Klagen über die Länge der Studie laut geworden. "Das Bemühen, Transparenz zu schaffen, wurde von den Kunden aber schließlich durchwegs honoriert", so Rath.

Oliver Krizek, Geschäftsführer des Microsoft-Implementierungspartners NAVAX, regte an, künftig auch zu untersuchen, welche Produkte in welchen Branchen eingesetzt werden. Auf dem ERP-Markt ortet Krizek einen Verdrängungswettbewerb und einen damit einhergehenden Konzentrationsprozess. "In Zukunft wird man nur mehr mit Größe weiterkommen", ist er überzeugt.

Eine ausführliche Zusammenfassung der Diskussion finden Sie in der Juli/August-Ausgabe des MONITOR, die am 10. Juli erscheint. Die gesamte ERP-Zufriedenheits-Studie 2006 ist in wenigen Wochen erhältlich. Ein eigener ERP-Tag am 17. Oktober im Technikum Wien soll Interessierten noch umfassendere Informationen vermitteln.

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