GBH: Europäische Initiative für sinnvolle Nutzung des Rohstoffes Holz

Betriebsräte der Holz-, Säge- und Faserspanplattenindustrie beraten in Wien

Wien (GBH/ÖGB) - Die Betriebsratsvorsitzenden der österreichischen Holz-, Säge- und Faserspanplattenindustrie-Betriebe kommen heute in Wien mit den Spitzen der Gewerkschaft Bau-Holz und dem Internationalen Sekretär der EFBH (Europäische Föderation der Bau-und Holzarbeiter) William van der Straeten zu Beratungen über eine sinnvolle Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz zusammen. "Eine solche sinnvolle Nutzung kann es nur mit bindenden Vereinbarungen auf europäischer Ebene geben!", ist der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) und ÖGB-Vizepräsident Johann Driemer überzeugt.++++

Gerade der vergangene besonders kalte Winter und die exorbitant steigenden Rohstoffpreise am Erdölmarkt haben dazu geführt, dass der wertvolle Rohstoff Holz verstärkt und ungesteuert zur energetischen Verwertung verwendet wird. Die Gewerkschaft Bau-Holz hat dieses Problem bereits im Winter sowohl im EFBH als auch gegenüber den europäischen Arbeitgeberverbänden, in der Öffentlichkeit und gegenüber Umweltminister Pröll angesprochen, der die "Biomasse" auf österreichischer und europäischer Ebene forciert.

Driemer: "Pröll bietet jedoch keine wirklichen Lösungsansätze zu einer nachhaltigen Steuerung einer sinnvollen und ausgewogenen Verwertung des Rohstoffes Holz für die Holzwerkstoffindustrie und die energetische Nutzung an. Genau diese Lösungsansätze brauchen wir aber dringend, um einen ruinösen Wettbewerb zwischen den Erzeugern von Halbfertigprodukten und Veredlern des Rohstoffes Holz und den energetischen Verwertern von Holz zu verhindern. Wir brauchen zielorientierte Förderungen von nachwachsenden Rohstoffen und die Unterscheidung zwischen hochwertigem Holzrohstoff und Biomasse. Es kommt sonst zu Preissteigerungen und Materialengpässen, die für die heimische Holzwerkstoffindustrie nicht zu verkraften sind. Auch die Bundesforste bestätigen, dass es auf Grund der enormen Nachfrage zu Preissteigerungen kommen wird. Nicht vergessen werden darf, dass die Holzwerkstoffindustrie mit ihren Beschäftigten nicht zuletzt ein entscheidender Wirtschaftsfaktor und von maßgeblicher Bedeutung für die österreichische Exportwirtschaft ist, und daher nicht geschwächt werden darf."

Driemer abschließend: "Wir werden heute mit den österreichischen Betriebsratsvorsitzenden der Holz-, Säge und Faserspanplattenindustrie über Lösungsansätze diskutieren. Die EFBH ist zu diesem Thema bereits mit VertreterInnen des Wirtschafts- und Sozialausschusses der EU in Kontakt getreten und hat eine gemeinsame Vorgangsweise mit den europäischen Dienstgebern der Branche beraten. Es ist dringend nötig, dass sich auch die politisch Verantwortlichen in Österreich diesem europäischen Dialog über die sinnvolle Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz nicht verschließen, sondern aktiv daran mitwirken."

ÖGB, 20. Juni
2006 Nr. 431

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