Gusenbauer und Sheehan fordern Ende des Irak-Kriegs

Gusenbauer empfängt "Peace Mom" Sheehan - Fotos unter www.spoe.at

Wien (SK) - SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer zeigte sich am Montag anlässlich des Empfangs von Cindy Sheehan, Mitbegründerin von "Gold Star Families for Peace", am Flughafen Wien sehr erfreut über deren Besuch. Gusenbauer bezeichnete Sheehan in einer gemeinsamen Pressekonefernz als "sehr beeindruckende Persönlichkeit". Sheehan habe es als Einzelkämpferin geschafft, ein ganzes Land gegen den Irak-Krieg zu mobilisieren. Sheehan sei zudem "höchst glaubwürdig", weil sie selber einen Sohn in diesem "falschen Krieg" verloren hat. Sheehan hob hervor, dass ein Eintreten gegen die Politik der Regierung Bush nicht anti-amerikanisch, sondern pro-amerikanisch ist. Denn wer für die Einhaltung der Menschenrechte ist und für einen öffentlichen Diskurs über Verstöße gegen die Menschenrechte eintritt, vertrete damit die ureigensten Ideale der Vereinigten Staaten. ****

Der Irak-Krieg ist aus Sicht des SPÖ-Vorsitzenden ein "falscher Krieg". Alle Gründe für diesen Krieg hätten sich als falsch erwiesen:
Der Irak sei weder der Hort des Terrorismus, wie dies die Regierung Bush dargestellt habe, noch seien Massenvernichtungswaffen im Irak gefunden worden. Gusenbauer betonte, dass dies keine Exkulpierung für den "Diktator und Massenmörder" Sadamm Hussein sei. Aber, so der SPÖ-Vorsitzende, es habe keine Gründe für diesen Krieg gegeben, daher gehöre der Irak-Krieg auch beendet.

Der Krieg der USA sei nicht nur ein amerikanischer, sondern betreffe die ganze Menschheit, machte Sheehan deutlich. Daher sei es auch umso wichtiger, dass überall in der ganzen Welt Menschen gegen diesen Krieg auftreten. Sheehan hob zudem hervor, dass Proteste gegen die Regierung Bush nicht anti-amerikanisch, sondern pro-amerikanisch seien. Denn wer für die Einhaltung der Menschenrechte ist und für einen öffentlichen Diskurs über Verstöße gegen die Menschenrechte eintritt, vertrete damit die ureigensten Ideale der Vereinigten Staaten. Es sei auch kein amerikanischer Wert, auf Guantanamo Menschen gefangen zu halten und zu foltern. Deshalb müsse dieses Gefangenlager auch geschlossen werden, so Sheehan.

Auch für Sheehan ist der Irak-Krieg ein "falscher Krieg". Sie fordert daher den Rückzug der US-Truppen aus dem Irak. "Denn jeder Toter in diesem Krieg ist ein Toter zuviel." Bisher seien über 2.500 US-amerikanische Soldaten dem Krieg zum Opfer gefallen, sie selbst habe einen Sohn verloren. Innerhalb der irakischen Zivilbevölkerung seien bisher etwa zehntausend Menschen infolge dieses falschen Krieges getötet worden.

Druckfähige Fotos vom Treffen zwischen Alfred Gusenbauer und Cindy Sheehan gibt es in Kürze zum Download unter www.spoe.at.
(Schluss) ps

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0008